Schlaf­mittel im Test Test

Fast ein Drittel aller Deutschen leidet zeit­weise oder sogar dauer­haft unter Schlafstörungen.

Etwa ein Drittel der Deutschen wälzt sich öfters unruhig durch die Nacht. Viele der Notleidenden versuchen, sich die Ruhe per Pille zurück­zuholen. Die Stiftung Warentest hat 55 rezept­freie Schlaf­mittel bewertet, darunter diverse Medikamente in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen, außerdem verschiedene Tees und Nahrungs­ergän­zungs­mittel. Die Bewertungen für die Schlaf­mittel im Test reichen von „geeignet“ bis „nicht geeignet“ – und auch die Preise sind sehr unterschiedlich.

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TestSchlaf­mittel im Test19.07.2018
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Etwa jeder Dritte hat Schlafstörungen

Schlafen ist wie Atmen und Essen – lebens­wichtig. Umso quälender ist es für alle, die abends schwer zur Ruhe kommen, morgens weit vor dem Wecker aufwachen oder sogar gefühlt die ganze Nacht hell­wach sind. Etwa 30 Prozent der Deutschen plagen sich laut Erhebungen des Robert-Koch-Instituts gelegentlich oder regel­mäßig mit Schlaf­problemen. Viele versuchen, diese Probleme mit Tabletten zu lösen, zum Beispiel mit rezept­frei erhältlichen Mitteln. Arznei­mittel­hersteller erzielten damit 2017 laut ihrem Bundesverband allein in Apotheken einen Umsatz von 219 Millionen Euro – weitere Vertriebs­wege wie Drogerien, Reformhäuser, Onlineshops gar nicht einge­rechnet.

Das bietet der Schlaf­mittel-Test der Stiftung Warentest

Test­tabellen. Sie zeigen Bewertungen der Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest zu 55 rezept­freien Schlaf­mitteln im Test, darunter viele pflanzliche Schlaf­mittel, und nennen Inhalts­stoffe, Dosierungen sowie Preise.

Hintergrund­wissen und Tipps. Die Arznei­mittel­tester der Stiftung Warentest geben Empfehlungen zur Einnahme und Dosierung von Medikamenten. Sie sagen, welche Schlaf­mittel bei Durch­schlafs­törungen helfen, wie die Mittel wirken, welche Neben­wirkungen möglich sind, und was beim Einsatz rezept­pflichtiger Schlaf­mittel zu beachten ist (Stich­wort: Abhängig­keit).

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 7/2018.

55 rezept­freie Schlaf­mittel im Test

Ob die Müdemacher wirk­lich helfen können, hat die Stiftung Warentest aktuell geprüft. Neben verschreibungs­pflichtigen Schlaf­tabletten wie Benzodiazepinen und „Z-Drugs“ (mit den Wirk­stoffen Zolpidem und Zopiclon) bewerteten wir 55 rezept­freie Mittel, darunter Anti­histaminika, Baldrianpräparate, Tees und Nahrungs­ergän­zungs­mittel. Auf der Suche nach Schlaf­mitteln, die nicht abhängig machen, aber dennoch wirk­sam sind, sichteten Gutachter in unserem Auftrag Studien zur Wirk­samkeit und zu den Risiken. Ihr Fazit: Die meisten Mittel schneiden schlecht ab. Nur zwei Gruppen von Präparaten empfehlen die Gutachter. Vorsicht gilt bei vielen rezept­pflichtigen Medikamenten für Ein- und Durch­schlafs­törungen: Sie können bereits nach wenigen Wochen in die Abhängig­keit führen.

Anti­histaminika, Baldrian, Schlaf­tees, Melatonin-Kapseln

Anti­histaminika bremsen allergische Reaktionen und gelangen zudem ins Gehirn. Dort wirken sie dämpfend, weshalb sie als Schlaf­mittel Verwendung finden. Sie sollen aber nur wenige Tage, aller­höchs­tens zwei Wochen lang angewendet werden. Baldrian hingegen erfordert für die volle Wirkung oft mehrere Tage bis Wochen Geduld. Es gibt im deutschen Markt sehr viele verschiedene Präparate mit Baldrian, darunter Pulver, Press­säfte, Tinkturen und besonders häufig Trocken­extrakte. Unter die Lupe genommen haben wir auch andere natürliche Schlaf­mittel: „Einschlaf­tees“ von Bad Heilbrunner, Sidroga und Co sowie Nahrungs­ergän­zungs­mittel mit Melatonin, das im Körper als „Schlafhormon“ wirkt. Der Test zeigt, wie es um die Wirk­samkeit entsprechender Präparate bestellt ist.

Diese Verhaltens­tipps können helfen

Schlaf­mittel im Test Test

Wachmacher. Smartphones im Bett signalisieren dem Hirn Aktivität.

Grund­sätzlich gilt: Wer länger als ungefähr vier Wochen schlecht schläft, sollte zum Arzt gehen. Der prüft die möglichen Gründe und ob eine weitere Abklärung erforderlich ist, beispiels­weise im Schlaf­labor. Ob und wie lange er rezept­pflichtige Schlaf­mittel verordnet, muss er wegen der Risiken der Einnahme gut abwägen. Vielen Betroffenen helfen – anstelle oder ergänzend zu Medikamenten – einfache Verhaltens­tipps: etwa Störquellen wie Lärm, Fernseher, Tablet, Smartphone, Arbeits­unterlagen aus dem Schlaf­zimmer zu verbannen oder belastende Gedanken und dringende Erledigungen abends kurz aufzuschreiben, um sie dann des Nachts ruhigeren Gewissens beiseite zu legen. Mehr Tipps finden Sie in unserer kostenlosen Meldung Schlafstörungen: Zehn Schlafkiller - und wie man sie überlistet.

Nutzer­kommentare, die vor dem 27. Juni 2018 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus test 8/2009.

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