Schlafapnoe Doppeltes Unfallrisiko

24.05.2007

Autofahrer, die an Schlafapnoe leiden, reagieren in Notfallsituationen durchschnittlich eine halbe Sekunde später als Menschen ohne diese Schlafstörung. Das haben französische Forscher festgestellt. Die halbe Sekunde kann dramatische Folgen haben: In Fahrtests verlängerten sich die Bremswege deutlich, wenn Schlafapnoe-Patienten am Steuer waren. Sie haben im Vergleich zu Gesunden ein doppelt so hohes Unfallrisiko. Schlafapnoe gilt noch vor unregelmäßiger Schichtarbeit, Drogen- und Alkoholkonsum als wichtigste Ursache für den Sekundenschlaf. Ein Viertel aller tödlichen Unfälle und ein Drittel der tödlichen Unfälle auf Autobahnen werden auf Sekundenschlaf zurückgeführt. Eine Chance bleibt: Das Fahrverhalten normalisierte sich bei Patienten, die nachts eine Atemmaske nutzten (siehe Meldung Schlafapnoe) und so wieder einen erholsamen Schlaf hatten.

24.05.2007
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