Autofahrer, die an Schlafapnoe leiden, reagieren in Notfallsituationen durchschnittlich eine halbe Sekunde später als Menschen ohne diese Schlafstörung. Das haben französische Forscher festgestellt. Die halbe Sekunde kann dramatische Folgen haben: In Fahrtests verlängerten sich die Bremswege deutlich, wenn Schlafapnoe-Patienten am Steuer waren. Sie haben im Vergleich zu Gesunden ein doppelt so hohes Unfallrisiko. Schlafapnoe gilt noch vor unregelmäßiger Schichtarbeit, Drogen- und Alkoholkonsum als wichtigste Ursache für den Sekundenschlaf. Ein Viertel aller tödlichen Unfälle und ein Drittel der tödlichen Unfälle auf Autobahnen werden auf Sekundenschlaf zurückgeführt. Eine Chance bleibt: Das Fahrverhalten normalisierte sich bei Patienten, die nachts eine Atemmaske nutzten (siehe Meldung Schlafapnoe) und so wieder einen erholsamen Schlaf hatten.

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