Schlafstörungen IV

Schlafgebundene Störungen

Diese Störungen werden in der Schlafmedizin auch Parasomnien genannt. Sie treten während des Schlafens oder beim Übergang vom Schlafen zum Wachsein auf. Die wichtigsten davon werden im Folgenden genannt:

  • Albträume. Sie kommen vor allem im mittleren und letzten Drittel der Nacht vor - überwiegend in den REM-Phasen. Dann ist die gesamte Muskulatur erschlafft, nur die Augäpfel bewegen sich mit großer Geschwindigkeit hin und her. Währenddessen arbeitet das Gehirn auf Hochtouren und produziert Bilder, die die Psyche belasten. Hauptauslöser sind Stress oder belastende Lebensumstände. Kreative und besonders sensible Menschen sind besonders gefährdet, da sie sich meist schlechter gegen Reizüberflutungen und Überforderungen abgrenzen können.
  • Nächtliches Aufschrecken. Wer unter dem so genannten Pavor nocturnus leidet, erwacht meist im ersten Drittel der Nacht mit einem durchdringenden Schrei aus dem Schlaf und ist äußerst angespannt. Häufig kommt es zu Schweißausbrüchen, Herzrasen und schneller Atmung. Dieses Aufschrecken kommt häufig bei Kindern mit Hirnschädigung, Mandelentzündung, Schulängsten oder familiären Konflikten vor.
  • Schlafwandeln. Auch diese Störung - medizinisch Somnambulismus genannt - kommt am häufigsten bei Kindern vor. Ab dem 20. Lebensjahr verschwinden die Symptome meist. Bei Erwachsenen ist das Schlafwandeln oft mit psychischen Auffälligkeiten oder Persönlichkeitsveränderungen verbunden. Schlafwandeln beginnt während einer Tiefschlafphase und dauert nur wenige Minuten. Während des Herumirrens sind die Betroffenen extrem unfallgefährdet, da sie keine Gefahren wahrnehmen.
  • Zähneknirschen. Das Knirschen mit den Zähnen passiert überwiegend in der Leichtschlafphase. Die Ursachen liegen hauptsächlich in Anspannung und Stress, manchmal auch in orthopädischen Fehlstellungen und -haltungen. Wichtig: Betroffene sollten unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen. Denn das ständige Aufeinanderreiben der Zähne schädigt den Zahnschmelz.

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