Schlafstörungen I

Wer hin und wieder mal eine Nacht nicht gut schläft, muss sich noch keine Sorgen machen. Doch wenn Ein- oder Durchschlafstörungen längere Zeit anhalten, sollten Betroffene fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Denn wer über längere Zeit an Schlafstörungen leidet, fühlt sich schon bald nur noch wie ein „halber Mensch“. Leistungsfähigkeit und Lebensfreunde sinken - nicht selten sind Depressionen oder sogar organische Krankheiten die Folge. test.de gibt auf den folgenden vier Seiten einen Überblick über die verschiedenen Arten von Schlafstörungen.

Ein- und Durchschlafstörungen

Diese Art der Schlafstörungen - medizinisch Insomnien - tritt am häufigsten auf. Etwa sechs Prozent der Bevölkerung können nicht ein- oder durchschlafen. Die Ursachen sind vielschichtig: Helligkeit, Lärm, ungewohnte klimatische Bedingungen, schlechte Schlafhygiene, falsche Ernährung, langes Fernsehen am Abend und Dauerstress aber auch organische Krankheiten wie Migräne, Asthma oder Herz-Kreislauferkrankungen. Andere Auslöser sind psychische Erkrankungen wie Depressionen, Manien oder Angsterkrankungen. Auch Drogen und Alkohol können das Schlafverhalten negativ beeinflussen. Meist verschwinden die Störungen wieder, wenn das Problem behoben ist. Doch oft können die Schlafstörungen auch chronisch werden. Wer die folgenden Merkmale bei sich beobachtet, sollte einen Arzt aufsuchen:

  • An mindestens vier Tagen in der Woche beträgt die Zeit zum Einschlafen bzw. Wiedereinschlafen länger als 30 Minuten.
  • Die Beschwerden dauern länger als einen Monat an.
  • Dauer und/oder Ausmaß der Schlafstörung stehen in keinem Verhältnis zur eigentlichen Ursache (Stress, Leistungsdruck etc.).
  • Die Beschwerden lassen auch dann nicht nach, wenn die ursprünglichen Auslöser nicht mehr bestehen.
  • Die Tagesbefindlichkeit und das Leistungsvermögen sind stark eingeschränkt. Betroffene fühlen sich müde, antriebslos und gereizt.
  • Trotz Müdigkeit finden Betroffene auch am Tage nicht in den Schlaf.
  • Die Angst, nicht einschlafen zu können, nimmt immer mehr Raum ein und steigert sich zu einer regelrechten Bett- und Nachtangst.

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