Schimmelpilze im Haus Meldung

Im Winter sind Schimmelpilze auf dem Vormarsch. Ihr bevorzugtes Angriffsziel sind kalte, schlecht gedämmte Außenwände. test.de bringt die richtige Verteidigungsstrategie.

Kontrollieren

Schimmelpilze vermehren sich nur dort, wo es feucht ist, zum Beispiel auf Fugen in der ­Dusche. Im Winter kondensiert das Wasser allerdings auch an sonst trockenen Stellen. Gefahr besteht an Kältebrücken, also an schlecht gedämmten Bereichen der Außenwände, an denen sich die im Raum vorhan­dene Luftfeuchtigkeit niederschlägt.

Messen

Kontrollieren Sie mit einem Hygrometer (ab 10 bis 15 Euro), ob die Luftfeuchtigkeit im Haus zwischen 40 und 55, maximal 60 Prozent liegt. Mit einem Thermometer können Sie auf die Suche nach Kältebrücken gehen. Falls Sie bei verdächtigen Flecken unsicher sind, ob es sich um Schimmelpilze handelt, hilft die Analyse Schimmel im Haus der Stiftung Warentest.

Aufspüren

Oft versteckt sich der Befall hinter einer Wandverkleidung oder hinter einem Schrank, der zu dicht vor einer kalten Wand steht. Gefährdet sind auch falsch von innen gedämmte Wände, also ohne Dampfsperre.

Bekämpfen

Besprühen oder betupfen Sie die Schimmelflecken mit 70-prozentigem Alkohol oder anderen guten Antischimmelmitteln. Nach einer Einwirkzeit von maximal 30 Minuten mit Papiertüchern abwischen. Ausführliche Tipps bringt das
Infodokument Feuchte- und Schimmelproblemen im Wohnbereich.

Lüften

Zu viel Feuchtigkeit muss aus der Wohnung raus. Deshalb mindestens dreimal täglich die Fenster weit öffnen und für Luftaustausch sorgen – am besten per Durchzug quer durch die Wohnung (Stoßlüftung). Meist reichen dafür fünf Minuten. Je kälter die hereinströmende Luft, desto besser die Wirkung: Kaltluft ist relativ trocken und kann beim Erwärmen im Haus viel Feuchtigkeit aufnehmen. Wichtig ist ausreichendes Heizen.

Sanieren

Auf Dauer lassen sich Schimmelschäden nur vermeiden, wenn man die Ursachen beseitigt. Oft heißt das: Baldmöglichst den Wärmeschutz des Hauses verbessern.

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