Wärmebrü­cken finden

An eiskalten Winter­tagen lassen sich ärgerliche Wärmebrü­cken am besten aufspüren. test.de gibt Tipps, wie Sie die Messung selbst durch­führen können.

Detektiv­arbeit mit dem Thermo­meter

Wo die Hauswände innen sehr kalt werden, kondensiert am ehesten Feuchtig­keit. Kritische Stellen lassen sich oft schon mit bloßer Hand erfühlen. Kontrollieren Sie dort gezielt mit einem Thermo­meter. Messen Sie zum Vergleich auch die Oberflächen­temperatur anderer Zimmerwände, die keine Außenmauern sind. Je größer der Unterschied, desto problematischer. Zum Vergleich sollten Sie auch die Luft­temperaturen außen und innen ermitteln.

Infrarot-Thermo­meter

Für orientierende Messungen reichen normale Haus­halts­thermo­meter aus. Komfort­abler arbeiten allerdings Infrarot-Thermo­meter. Sie ermöglichen schnelle, berührungs­lose Messungen: Einfach das Ziel anvisieren, einen Knopf drücken und schon lässt sich die Temperatur auf einem Display ablesen. Erhältlich sind stift- oder pistolenförmige Modelle schon für deutlich weniger als 100 Euro. Bei den etwas teureren Modellen hilft ein roter Licht­strahl bei der Ziel­erfassung.

Mess­werte dokumentieren

Wer in seiner Wohnung Wärmebrü­cken auf der Spur ist, sollte vorsorglich Mess­protokolle anlegen: Dabei am besten Datum, Uhrzeit und die Daten aller Mess­punkte aufschreiben. Falls ein Streit droht – zum Beispiel mit dem Vermieter – kann es auch sinn­voll sein, wichtige Messungen im Beisein eines Zeugen durch­zuführen.

Auch Thermo­grafie kann helfen

In einigen Fällen lassen sich Wärmebrü­cken einfach ermitteln, in anderen Fällen nicht. Profis können dann helfen, die gewonnenen Mess­werte auszuwerten. In Zweifels­fällen können sie mit einer Thermo­grafiekamera groß­flächige Analysen durch­führen. Der Staat zahlt für Beratung und Wärmedämmung Zuschüsse.
Weitere Informationen zum Thema Schimmel:
Infodokument Feuchte- und Schimmelprobleme im Wohnbereich
Infodokument Feuchteschutz und richtige Dämmung

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