Schimmelpilze Special

Winter­zeit ist Schimmel­zeit. Alle Jahre wieder bilden sich dann auf vielen Wänden häss­liche dunkle Flecken. Je größer der Befall, desto höher das Gesund­heits­risiko. Aber keine Panik: Mit den Tipps von test.de lassen sich viele Probleme recht einfach lösen. Übrigens: Wer Schimmel im Haus hat, ist mit diesem Problem beileibe nicht allein: Die aktuelle test.de-Umfrage zeigt: Schimmel gibt es in zwei von drei Haushalten.

Ursache: Zu viel Feuchtig­keit

Schimmelpilze Special

Schimmelbefall ist immer eine Folge von zu viel Feuchtig­keit. Allein beim Wohnen kommen durch Schwitzen, Atmen, Duschen, Wäsche­waschen und Kochen einige Liter Wasser pro Tag zusammen. Eine andere Quelle ist Baufeuchte, die zum Beispiel bei Tapezier- und Maler­arbeiten anfällt. Oder auch das Wasser, das nach einem Rohr­bruch oder nach dem Auslaufen einer Wasch­maschine noch im Fußboden steckt.
Die wichtigsten Quellen:
So vermeiden Sie zu viel Feuchtigkeit

Lüften hilft - aber nicht immer

Die Feuchtig­keit, die in die Wohnung hinein­gelangt, muss auch wieder raus. Optimal schaffen das auto­matische Lüftungs­systeme mit Wärme­rückgewinnung. Doch auch ganz normales Lüften hilft. Voraus­gesetzt, die Ursachen für über­mäßige Feuchtig­keit werden beseitigt.
Richtig lüften:
So bekommen Sie die Feuchtigkeit aus dem Haus

Haupt­problem: Kalte Wände und Wärmebrü­cken

Mitunter entstehen Schimmelflecken auch in Wohnungen, deren Bewohner ausreichend lüften. Der Grund: Auch hier finden die Schimmelpilze feuchte Bereiche, in denen sie sich massenhaft vermehren können. Ein häufiges Problem sind kalte Wände und Wärmebrü­cken. Hier kondensiert Wasser ähnlich wie an einer Flasche, die man aus dem Kühl­schrank holt. Auf feuchten Tapeten oder feuchtem Putz finden Schimmelpilze paradiesische Zustände.
Wärmebrü­cken finden:
Schwachstellen kontrollieren

Wann und wo Schimmelbefall droht

Am häufigsten treten Schimmel­probleme im Winter auf. Im Laufe der kalten Monate wachsen sie vor allem dort, wo sich Feuchtig­keit in kalten Bereichen ansammelt. Spätestens im Früh­jahr haben sich die Mikroorga­nismen hier dann so stark vermehrt, dass der Befall oft sogar mit bloßem Auge sicht­bar ist. Betroffen sind nicht nur schlecht gedämmte Außenwänden, sondern zum Beispiel auch kühle Neben­räume oder kaum beheizte Schlaf­zimmer.
Problem­bereiche aufspüren:
Hier droht Schimmelpilzbefall

Sofort bekämpfen

Schimmelbefall kann gesundheitliche Folgen haben. Besonders gefährdet sind Kinder, Allergiker und Erwachsene mit geschwächtem Immun­system. Deshalb sollten diese Personen Schimmelschäden nicht selbst bekämpfen und während dieser Arbeiten nicht in Räumen aufhalten, in denen Schimmelschäden beseitigt werden.
Erfolg­reiche Pilzbekämpfung:
Test Mittel gegen Schimmel
Meldung: Bekämpfung von Schimmelpilzen
Infodokument: Feuchte- und Schimmelprobleme im Wohnbereich

Großes Problem: Feuchte Keller

Mitunter sind die baulichen Mängel so gravierend, dass einfaches Heizen und Lüften nicht mehr ausreicht. Wenn durch ein undichtes Dach, Risse in der Außenfassade oder eine verstopfte Regen­rinne ständig Wasser eindringt, bekommt auch die beste Heizung die betroffenen Bereiche nicht trocken. In Kellerräumen kann Grund- oder Sicker­wasser zum Problem werden, wenn die Wände oder der Boden nicht richtig abge­dichtet sind.
Hilfe im Kampf gegen Schimmel im Keller:
Infodokument Feuchte- und Schimmelprobleme im Keller

Wärmedämmung in Gefahr

Eine gute Wärmedämmung des Gebäudes ist normaler­weise auch ein wichtiger Schutz vor Schimmel­problemen. Das Problem der kalten Außenwände gibt es dann nämlich nicht mehr. Dennoch kann es auch im Zusammen­hang mit Dämmung zu Feuchte- und Schimmel­problemen kommen. Gefahr droht zum Beispiel, wenn feucht­warme Luft aus dem Innenraum durch undichte Stellen in die Dämm­schicht eindringt.
Schimmel­problemen beim Wärmeschutz vorbeugen:
Infodokument Feuchteschutz und richtige Dämmung

Viele Fragen – hilf­reiche Antworten

Betroffene haben in den vergangenen Jahren viele Fragen zu Schimmelpilzen an die Stiftung Warentest gerichtet. Zum Aufspüren, zu Ursachen und zur Sanierung. Die Antworten könnten auch anderen helfen: Chatprotokoll - Schimmel im Haus

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