Schimmelbefall: Miete mindern: So viel ist erlaubt

Wenn den Mieter keine Schuld trifft, darf er die Miete kürzen.

Wie viel gekürzt werden darf, sehen Richter sehr unterschiedlich. Die Urteile geben daher nur eine Orientierung. Die Minde­rung wird in Prozent der Bruttokaltmiete berechnet (BGH, Az. VIII ZR 347/04).

  • 10 Prozent: Schimmel im Schlafzimmer (Landgericht Hamburg, Az. 16 S 211/83).
  • 10 Prozent: Befall in Wohn- und Kinderzimmer (AG Bremen, Az. 7 C 150/2003).
  • 15 Prozent: Pilz in WC, Küche und zwei Zimmern (LG München I, Az. 15 S 7066/85).
  • Mindestens 15 Prozent: Schimmel in der Küche, an Außenwänden aller Zimmer, Wände und Decke im Bad durchfeuchtet (Landgericht Berlin, Az. 64 S 356/98).
  • 20 Prozent: Nasse Wand im Kinderzim­mer (Amtsgericht Köln, Az. 222 C 371/99).
  • 20 Prozent: Schwerer Schimmelbefall in Wohn-, Schlaf und Badezimmer (Landgericht Osnabrück, Az. 11 S 277/88).
  • 20 Prozent: Schimmel wegen undichter Fenster in Wohn- und Schlafzimmer (Amtsgericht Schöneberg, Az. 7 C 284/97).
  • 20 Prozent: Befall an allen Außenwänden, dazu in Küche und Bad, kein Aufstel­len der Möbel an Außenwänden möglich (Amtsgericht Köpenick, Az. 17 C 475/00).
  • 25 Prozent: Schimmel an der Außenwand in Schlaf- und Kinderzimmer (Amtsgericht Bremen, Az. 7 C 107/2002 und 7 C 107/02).
  • 80 Prozent: Küche, Wohn- und Schlafzimmer durchfeuchtet, Schimmel und Modergeruch, zum Aufenthalt bleibt nur ein kleines Zimmer (Landgericht Berlin, Az. 65 S 205/89).

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