Tipps

Aufspüren: Nutzen Sie eiskalte Wintertage, um Wärmebrücken aufzuspüren. Eine Sanierung wird zwar meist erst später möglich sein. Aber die Analyse der Ursachen von Schimmel gelingt jetzt oft am besten.

Messen: Wo die Hauswände innen sehr kalt werden, kondensiert am ehesten Feuchtigkeit. Kritische Stellen lassen sich oft schon mit bloßer Hand erfühlen. Kontrollieren Sie dort gezielt mit einem Thermometer. Messen Sie zum Vergleich auch die Oberflächentemperatur anderer Zimmerwände, die keine Außenmauern sind sowie die Lufttemperaturen außen und innen.

Infrarot-Thermometer: Sie ermöglichen schnelle, berührungslose Messungen. Ziel anvisieren, Knopf drücken und Temperatur am Display ablesen. Erhältlich sind stift- oder pistolenförmige Modelle schon für deutlich weniger als 100 Euro. Bei den etwas teureren Exemplaren hilft ein roter Lichtstrahl bei der Zielerfassung.

Thermografie: Der Winter bietet die Möglichkeit, die Wärmelöcher des Hauses mit einer Infrarotkamera auf farbigen Bildern zu dokumentieren. Diesen Service bieten viele Energieberater an. Allerdings kostet ein Gutachten oft mehr als 200 Euro.

Luftfeuchtigkeit: Kontrollieren Sie regelmäßig mit einem Hygrometer. Gut sind Vergleichsmessungen: einerseits in der Raummitte und andererseits an der kältesten Stelle einer Außenwand. Hinterm Schrank können Sie kontrollieren, indem Sie das Gerät an einer Schnur von oben herablassen.

Analysieren: Nicht jede Verfärbung der Wand signalisiert ein Schimmelproblem. Es kann sich auch um Staub- und Rußablagerungen handeln. Im Zweifel hilft eine Analyse.

Vermieter: Ein Befall durch Schimmelpilze kann ein Mangel an der Mietsache sein. Ein typischer Streitpunkt zwischen Vermieter und Mieter ist oft die Frage, ob ausreichend geheizt und gelüftet wurde. Ihre Messungen an kalten Wintertagen können beweisen, dass Wärmebrücken die Ursache für die Schimmelprobleme sind. Wenn sie die Zimmerwand zu sehr abkühlen, lässt sich Schimmelbildung oft auch mit warmer Heizung und regelmäßiger Lüftung nicht verhindern. Hilfreiche Infos bietet das Dokument „Feuchte- und Schimmelprobleme“.

Dokumentieren: Notieren Sie auf Ihren Messprotokollen Datum, Uhrzeit und die Daten aller Messpunkte. Im Streitfall kann es sinnvoll sein, im Beisein eines Zeugen zu messen.

Energieberatung: Profis können helfen, Ihre Messwerte einzuschätzen, und Sanierungstipps entwickeln. Der Staat zahlt für Beratung und Wärmedämmung Zuschüsse. Infos: www.vzbv.de, www.bafa.de, www.kfw.de.

Chat: Mehr Infos zu Schimmelpilzen, Ursachen und Wärmeschutz haben unsere Experten am 2. Februar 2011 Chat gegeben (alle Fragen und Antworten nachlesen).

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