Schiffs­reisen Meldung

Eine im Dezember in Kraft getretene EU-Verordnung stärkt die Rechte von Schiffs­passagieren. Sie gilt für alle Fahrten ab einem Hafen in der Europäischen Union. Sie regelt die Informations­pflichten des Anbieters und die Ansprüche der Fahr­gäste. Wenn sich beispiels­weise eine Fähre im Mittel­meer um mehr als 90 Minuten verspätet oder die Fahrt annuliert wird, haben Passagiere Anspruch auf eine alternative Beför­derung oder die Erstattung des Fahr­preises. Ergänzend muss die Reederei den Fahr­gästen ab einer bestimmten Verspätungs­dauer eine Entschädigung in Höhe von mindestens 25 Prozent des gezahlten Fahr­preises zahlen. Der Anspruch entfällt, wenn die Verspätung oder Annullierung durch Wetterbedingungen verursacht wurde, die den sicheren Betrieb des Schiffes beein­trächtigen würde. Die Verordnung gilt nicht für Ausflugs- und Besichtigungs­touren sowie Fluss­fähren. Auch für Kreuz­fahrt­passagiere ändert sich wenig. Sie sind bereits durch die Pauschalreise-Richt­linie geschützt.

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