Tipps

Spekulation. Sie sollten Schiffsfonds nur als Beimischung in Ihrem Portfolio haben, weil die in Aussicht gestellten Gewinne rein spekulativ sind. Sie können niedriger sein oder ganz ausfallen. Schiffsfonds sind mit einer Fülle unternehmerischer Risiken verbunden. Anleger, die sich beteiligen, werden Mitreeder und sind an Gewinnen und an Verlusten beteiligt.

Prospekt. Unterschreiben Sie keinen Vertrag, ohne vorher den Beteiligungsprospekt und alle Verträge genau studiert und sie einem Steuerberater vorgelegt zu haben.

Steuerberater. Lassen Sie Ihren Steuerberater prüfen, ob sich ein Schiffsfonds für Sie lohnen kann. Nur Anleger, die auch nach Abzug der Beteiligungssumme immer noch dem Spitzensteuersatz unterliegen, können die Vorteile eines Schiffsfonds bei den Kombinationsmodellen wirklich voll ausschöpfen (siehe „Tonnagesteuer pur oder Kombimodell?“).

Interessenkonflikte. Schauen Sie im Prospekt in der Übersicht der beteiligten Partnerunternehmen nach, ob Emissionshaus, Reederei und Treuhänder personell oder wirtschaftlich miteinander verflochten sind. Verflechtungen bergen die Gefahr, dass die Firmen zum Nachteil der Anleger Eigeninteressen verfolgen.

Leistungsbilanz. Prüfen Sie die Zuverlässigkeit der Fondsanbieter anhand ihrer Leistungsbilanzen aus der Vergangenheit. Bilanzen von Initiatoren, die schon viele Jahre auf diesem Markt arbeiten, sind aussagefähiger als die von Newcomern, deren Schiffsfonds noch jung sind.

Chartervertrag. Achten Sie vor allem bei großen Schiffen auf einen langfristigen Chartervertrag. Lassen Sie sich bestätigen, dass der Charterer tatsächlich selbst Ladung und Beschäftigung für das Fondsschiff hat.

Laufzeit. Investieren Sie nur in Schiffsfonds, wenn Sie Ihr Kapital sicher über die gesamte Laufzeit entbehren können. Ihr Geld kann 16 Jahre und länger fest gebunden sein. Die im Prospekt kalkulierte Laufzeit kann deutlich überschritten werden.

Literatur. Anleger, die sich ausführlicher über Schiffsmärkte informieren wollen, können sich die Marktstudie „Weltseeverkehr – Ein neuer Boom kam aus dem Osten“ direkt beim Autor, dem Seeverkehrswissenschaftler Dr. Hans Böhme für 18 Euro unter Telefon 04 31/24 13 97 bestellen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1485 Nutzer finden das hilfreich.