Schiffsbeteiligungen: Viele Klippen für Anleger

Beratung. Banken, Sparkassen und ­Finanzvertriebe kassieren für die Vermittlung von Schiffsbeteiligungen hohe Provisionen zwischen 10 und 17 Prozent der Anlagesumme. Wohl deshalb werden Schiffsbeteiligungen auch an Anleger verkauft, für die sie nicht geeignet sind.

Risiken. Alle Angaben über mögliche Gewinne und Überschüsse sind bei Schiffsfonds reine Prognosen. Anleger können ihr Geld auch komplett verlieren. Denn Schifffahrtsmärkte schwanken und machen rasante Berg- und Talfahrten durch. Es ist deshalb unmöglich, die Entwicklung der Fonds über viele Jahre hinweg vorherzusagen.

Kosten. Bei Schiffsfonds werden gleich zu Anfang bis zu 25 Prozent des Anlegergelds von Provisionen, Vertriebs- und Nebenkosten aufgefressen. Nur die übrigen rund 75 Prozent des Geldes werden tatsächlich in das Schiff investiert.

Steuernachzahlung. Anleger, die vor 2006 eine Schiffsbeteiligung gezeichnet haben und damals noch in den Genuss steuerlicher Verlustzuweisungen kamen, müssen beim Ausstieg aus der Beteiligung meist mit der Versteuerung eines Unterschiedsbetrags rechnen.

Zweitmarkt. Zwar ist ein vorzeitiger Verkauf der Anteile an Schiffsfonds auf dem Zweitmarkt möglich. Das ist jedoch in der Regel mit Verlusten ver­bunden.

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