Schenken Eltern ihren Kindern Vermögen, bleiben bis zu 400 000 Euro steuerfrei. Alles, was darüber hinaus­geht, wird nach Steuerklasse I gemäß Erbschaft­steuergesetz versteuert.

Bei Nicht­verwandten bleiben nur 20 000 Euro frei, zudem wird der Über­schuss nach der ungüns­tigeren Steuerklasse III besteuert. Ein Finanz­amt in Hessen hat das eigenwil­lig ausgelegt: Ein Vater hatte seiner Tochter einen größeren Betrag geschenkt. Da deren Mutter aber wieder geheiratet hatte, betrachtete das Amt den biologischen Vater als Fremden und forderte Steuern für die Schenkung. Der hohe Frei­betrag stehe dem neuen recht­lichen Vater zu. Unsinn, urteilte das Finanzge­richt Hessen und gab dem biologischen Vater recht. Der dürfe wie der neue recht­liche Vater den hohen Frei­betrag nutzen. Der Fall geht nun vor den Bundes­finanzhof (Az. II R 5/17).

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