Schenkungsteuer Meldung

Barvermögen lässt sich günstig auf künftige Erben übertragen, wenn es den Bau oder Kauf eines Hauses finanzieren soll.

Schenkt jemand einem anderen Geld für den Bau oder Kauf einer konkreten Immobilie, muss der Beschenkte viel weniger Schenkungsteuer zahlen, als wenn er das Geld ohne Auflage bekommen hätte. Denn bei dieser „mittelbaren Grundstücksschenkung“ berechnet das Finanzamt nicht die Steuer für den fälligen Geldbetrag, sondern setzt den derzeit wesentlich günstigeren Steuerwert der Immobilie an.

Nahe Verwandte müssen dann sogar häufig gar keine Steuer zahlen, weil der Steuerwert unter ihren Freibetrag sinkt.

Das hat auch ein Ehepaar genutzt. Zwar lehnten das Finanzamt und das Sächsische Finanzgericht ab, weil der Ehemann seiner Frau das Geld für die Immobilie erst überwiesen hatte, nachdem sie Eigentümerin war. Der Bundesfinanzhof war aber großzügiger: Der günstigere Steuerwert der Immobilie gilt, wenn der Ehemann das Geld bereits vor dem Erwerb der Immobilie zugesagt hatte. Wichtig ist, dass das Paar diese Zusage nachweisen kann und dass das Geld bis zur Tilgung der Kaufpreisschuld zur Verfügung stand (Az. II R 44/02).

Tipp: Wer die günstige Bewertung von Immobilien nutzen will, sollte sich beeilen. Es kann sein, dass das Bundesverfassungsgericht sie bald kippt, denn es muss über die Verfassungsmäßigkeit entscheiden (Az. 1 BvL 10/02).

Dieser Artikel ist hilfreich. 423 Nutzer finden das hilfreich.