Scheidung Meldung

Bei Scheidungen muss das Finanzamt Kosten für die Auseinandersetzungdes Vermögens nicht als außergewöhnliche Belastung an­erkennen. Das hat der Bundesfinanzhof in zwei Fällen entschieden.

Im ersten Fall galt für die Ehe der Kläger der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft  – so wie bei allen Ehepaaren, die nichts anderes vereinbart haben. Bei der Scheidung kam es dann vor dem Amtsgericht zu einem Teilvergleich über das Vermögen. Die Frau sollte von ihrem Mann eine Eigentumswohnung bekommen und ihm dafür ihren Anteil am Einfamilienhaus übertragen.

Dazu hatte das Paar ein Wertgutachten für damals 7 336,66 Mark erstellen lassen. Die Kosten wollte es zusammen mit einem ­pauschal vereinbarten Anwaltshonorar von 48 186,40 Mark, Gerichtskosten von 746,25 Mark und einer Pauschale für zusätzliche Kosten von 1 000 Mark als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Das Finanzamt klammerte die Gutachterkosten aus und erkannte auch vom Rest nur die reinen Scheidungskosten an, die es auf 12 000 Mark schätzte. Dagegen hatte der Bundesfinanzhof nichts einzuwenden (Az. III R 27/04).

In einem zweiten Fall konnte ein Paar Kosten für die Aufhebung einer früher vereinbarten Gütergemeinschaft und die Auseinandersetzung des Vermögens nicht absetzen (Az. III R 36/03).

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