Überträgt bei Scheidung ein Ehepartner sein vermietetes Grundstückseigentum auf den anderen, wird das Finanzamt hellhörig. Sind nämlich seit dem Kauf noch keine zehn Jahre vergangen, stempelt es diese Übertragung zum privaten Veräußerungsgeschäft (früher auch Spekulationsgeschäft genannt).

Die Behörde unterstellt, das Haus würde verkauft, und verlangt auf den Spekulationsgewinn Steuern, stellt eine Verfügung der Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main klar (S 2256 A ­ 16 ­ ST II 27). Betroffen sind Ehepaare, die vor der Scheidung den Güterstand einer Zugewinngemeinschaft hatten.

Tipp: Sie sollten besser Hab und Gut schon vor der Scheidung aufteilen und sich über den Ausgleich mit Ihrem Partner außergerichtlich einigen. Besonders dann, wenn ein Partner einen Zugewinnausgleichsanspruch hat und dieser durch die Übertragung einer vermieteten Immobilie erfüllt werden soll.

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