Scheidung Meldung

Im Jahr 2001 wurden rund 197 500 Ehen in Deutschland vom Richter geschieden. ­Künftig sollen sich die Expartner ­per Datenleitung auseinander setzen können.

Scheidungsverfahren sollen künftig auch auf elektronischem Weg möglich sein. Vom Antrag bis zum Urteil können die Beteiligten alle Akten des Verfahrens dann nur noch am Computer lesen. Einen Probelauf hat das niedersächsische Justizministerium Mitte Januar 2003 gestartet. Im Juli wird das Projekt am Amtsgericht Westerstede im Echtbe­trieb getestet. Für das Jahr 2005 ist die flächendeckende Einführung des „elektronischen Rechtsverkehrs in Familiensachen“ an allen Amtsgerichten Niedersachsens geplant.

Die Scheidung per Datenleitung spart allen Beteiligten Zeit und Geld, das Verfahren wird transparenter, weil sich die Anwälte schneller über den Stand eines Verfahrens informieren können.

Scheidungsverfahren in Deutschland sind mit 1 500 bis 5 000 Euro pro Person im weltweiten Vergleich bisher am teuersten. Im Jahr 2001 liefen bei deutschen Familiengerichten 570 000 Verfahren wie Scheidungsanträge, Verfahren zum Versorgungsausgleich, zum Unterhalt sowie zum Sorge- und Umgangsrecht mit Kindern.

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