Schatzbriefe sind nicht nur sicherer als Fonds: Mittel- bis langfristig verspricht ein Sparplan mit Bundesschatzbriefen des Typs B auch mehr Zinsen als der Durchschnitt der deutschen Rentenfonds. Das ist das Ergebnis einer Erhebung der Firma Finanz-Computer-Service (FCS) im Auftrag des Informationsdienstes für Bundeswertpapiere (IBW).FCS bewertete die Geldanlage in Rentenfonds, die ihren Schwerpunkt im Euro-Währungsgebiet haben. Die Fonds mussten mindestens 66 Prozent des Kapitals in Anleihen anlegen. Ausgehend von einem monatlichen Investment von 50 Euro im Rahmen eines Sparplans berechnete FCS die Ergebnisse der Fonds nach 10, 20 und 30 Jahren.

Der Sparplan mit Bundesschatzbriefen des Typs B hätte in allen drei Zeiträumen mehr gebracht als der Durchschnitt der Rentenfonds. Insgesamt schnitten nur 15 der 72 untersuchten Fonds besser ab als der Schatzbrief.

Der Bundesschatzbrief Typ B hat eine Laufzeit von sieben Jahren, sammelt die Zinsen an und zahlt sie im Normalfall auf einen Schlag aus. Da Sparpläne mit Bundesschatzbriefen des Typs B aber jährlich gestaffelte Ein- und Auszahlungen vorsehen, überschreiten die Zinsen bei vielen Sparern die Grenze des Sparerfreibetrags nicht. Bei Einmalanlagen ist die Gefahr also höher, dass die Zinsen später versteuert werden müssen.

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