Schattenspender im Sommer Meldung

Es ist sinnvoller, die Bullenhitze auszusperren, als sie mit stromzehrenden Klimageräten aus dem Haus zu drängen.

Klimageräte: Ihr Betrieb erhöht den Stromverbrauch und ist mit Blick auf die Umwelt umstritten. Besser ist es, die Ursachen für die Hitze im Haus zu beseitigen. Sind die Bausünden aber auf längere Zeit zementiert, zum Beispiel großflächige Dachfenster oder Südfassaden ohne Beschattung, sollten zweiteilige Klimageräte gewählt werden. Die kühlende Fläche ist Teil des Innengeräts, die wärmeableitende Bestandteil des Außengeräts, das auf dem Balkon steht oder an die Fassade montiert wird (siehe test 6/08).

Rollläden: Sie bieten einen guten Hitzeschutz. Ebenso wie Außenjalousien sind sie wirksamer als Innenjalousien, da sie die Hitze nicht in die Wohnung hineinlassen. Weiteres Plus: besserer Schutz vor Wärmeverlusten im Winter und vor Einbrechern, wenn sie mindestens die von der Polizei empfohlene Widerstandsklasse 2 aufweisen.

Fenster: Überdimensionierte Schrägdachfenster sind oft die Hauptursache für große Hitze im Eigenheim. Hilfreich sind Sonnenschutzverglasungen. Auch Sonnenschutzfolien, die aufgeklebt werden, vermindern die Sonneneinstrahlung, sollten aber den Durchblick wenig beeinträchtigen.

Fassaden: Pflanzen am Haus spenden Schatten. Sie sorgen auch für Feuchtigkeit, die verdunstet und dadurch die Oberflächentemperatur der Wand senkt. An Balkon und Terrasse können Kletterpflanzen wie ein Vordach wirken. Auch Bäume und hohe Sträucher beschatten Fassadenteile.

Ventilatoren: Sie sorgen preiswert für eine erfrischende Brise. Wichtig: ein möglichst leises Geräusch. Feuchte Tücher, in den Luftstrom gehängt, sehen zwar nicht hübsch aus, erzeugen aber Verdunstungskühle.

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