Bose, bekannt durch Musik­anlagen, Laut­sprecher und Kopf­hörer, verklagt Kopf­hörer­produzent Beats. Deren Kopf­hörer machen mehr als Life­style-Produkt von sich reden denn als Klangwunder. In der jetzt erhobenen Klage vor einem amerikanischen Gericht sowie der US-Handels­kommis­sion ITC wirft Bose Beats vor, Patente zur Schall­reduktion zu verletzen.

Hörbar besser

Schall­reduktion ist unterwegs in der Stadt ein Segen für die Ohren, weil Kopf­hörer Umge­bungs­geräusche auslöschen, statt sie zu über­brüllen. Das ist zumindest die Absicht, die bei unserem Test schall­reduzierender Kopf­hörer im Juli 2011 Bose hörbar besser als Beats umsetzte. Damals traten der QC 15 von Bose gegen den Monster Beats by Dr. Dre Studio gegen­einander an. Im Hörtest trennte sie eine halbe Note, preislich lagen 100 Euro zwischen beiden Modellen.

Schwergewicht im Ring

Pikantes Detail: Im Hintergrund läuft die Über­nahme der Firma Beats durch Apple. Die Wett­bewerbs­hüter in Brüssel haben das 3-Milliarden-Dollar-Geschäft bereits abge­nickt. In dessen Folge soll auch der Musik-Streaming Dienst Beats Music an Apple gehen. Beats Music hat derzeit kaum mehr als 100 000 zahlende Nutzer, der bekannte Streaming-Dienst Spotify kommt auf mehr als 10 Millionen. Teil des Geschäfts ist zudem eine Personalie: Die Gründer von Beats Dr. Dre und Jimmy Iovine wechseln wohl ins Management von Apple.

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