Nützlinge

Schädlinge in Haus und Garten Special

Bis zu 500 Blattläuse kann eine einzige Florfliegenlarve innerhalb von zwei bis drei Wochen vertilgen. Die nur wenige Millimeter kleinen Larven gibt es bei kommerziellen Anbietern im Versand. Ebenso erhältlich: Fadenwürmer, Gallmücken, Marienkäfer, Raubmilben und Schlupfwespen. Sie bekämpfen Blattläuse, Dickmaulrüssler, Spinnenmilbe, Thripse und Weiße Fliege auf natürliche Art.

Übersicht: Nützlinge und wo man sie bekommt.

Fressen und gefressen werden

Die Unterscheidung der Tierwelt in Schädlinge und Nützlinge treffen Gärtner nach recht egoistischen Gesichtspunkten: Die einen ernähren sich von Pflanzen und sind damit schlecht, die anderen verspeisen Läuse, Schnecken oder Raupen und sind willkommen. Im Idealfall stellt sich im Garten ein Gleichgewicht von fressen und gefressen werden ein, das Gärtnern den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel erspart.

Tipp: Damit Nützlinge sich dauerhaft ansiedeln, müssen sie günstige Lebensbedingungen vorfinden. Hängen Sie Nistkästen für Vögel auf, schaffen Sie Rückzugsplätze für Insektenfresser wie Igel, Spitzmäuse oder Kröten. Und verwenden Sie keine Chemie, denn auch Marienkäfer, Schlupfwespen und Laufkäfer fallen Insektiziden zum Opfer.

Pflanzen stärken, Heilungskräfte anregen

Bei allem Respekt vor den kleinen Killern: Sie werden nicht mit jedem fertig. Pilzkrankheiten wie Birnengitterrost und Mehltau lassen sich nicht mit Nützlingen bekämpfen. Hier muss oft die Säge ran und befallene Teile herausschneiden. Stärkungsmittel aus Pflanzenextrakten können die Heilungskräfte der Pflanzen verbessern. Allerdings können auch sie – genau wie Pflanzenschutzmittel auf Basis von Naturstoffen – in hoher Konzentration Nützlinge schädigen und zum Beispiel Hautreizungen hervorrufen.

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