Schadensmeldungen

Schwindelt ein Kunde bei der Schadensmeldung an seine Versicherung und korrigiert er seine falschen Angaben dann aber freiwillig, muss die Versicherung trotz der anfänglichen Lüge zahlen. Wenn der Kunde seine Angaben von sich aus berichtigt und dem Unternehmen aus dem Schummelversuch noch kein Nachteil entstanden ist, hat er Anspruch auf die Versicherungsleistung. Dies stellte der Bundesgerichtshof (Az. IV ZR 225/00) im Dezember 2001 klar.

Lügner korrigieren sich besser schnell. Andernfalls verstoßen sie gegen ihre Aufklärungspflicht und verlieren dadurch ihren Versicherungsschutz. So erging es einem Gebrauchtwagenhändler, der von seiner Kaskoversicherung Ersatz für seinen gestohlenen Opel Senator verlangte.

In der Schadensanzeige machte er falsche Angaben zum Kilometerstand und zu vorherigen Schäden. Er rückte erst mit der Wahrheit heraus, nachdem das Unternehmen ihn zweimal aufgefordert hatte, einen Fragebogen zum Hergang des Diebstahls zu beantworten. Zu spät: Das Unternehmen muss keinen Ersatz leisten.

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