Unser Rat

  • Vertrag. Will Ihr Versicherer Ihnen nicht den vollen Schaden ersetzen, weil Sie angeblich grob fahr­lässig waren? Dann schauen Sie in Ihre Vertrags­unterlagen. Haben Sie die Police vor 2008 abge­schlossen und hat der Versicherer nie verständlich über die neue Quotelung bei grober Fahr­lässig­keit informiert, muss er in vielen Fällen voll zahlen (siehe Volle Leistungen).
  • Umstände. Häufig kürzen Versicherer bei grober Fahr­lässig­keit ihre Zahlung pauschal um 50 Prozent. Das müssen Sie sich nicht gefallen lassen. Der Bundes­gerichts­hof verlangt eine Prüfung des Einzel­falls und der Umstände (Az. IV ZR 225/10).
  • Entlastung. Nennen Sie alle Umstände, die Sie entlasten können. Dann kann ein Gericht die Kürzung zu Ihren Gunsten begrenzen. Entlastungs­gründe können sein: Augen­blicks­versagen, Ablenkung, Stress, mangelnde Erfahrung.
  • Einzel­fall. Wirft Ihnen der Versicherer mehrere grob fahr­lässige Verstöße vor und will die Quoten addieren, wehren Sie sich dagegen. Auch hier können Sie eine wertende Betrachtung Ihres Einzel­falls verlangen.
  • Verzichts­klausel. Viele Versicherer bieten – oft gegen Aufpreis – eine Klausel an, mit der sie auf den Einwand der groben Fahr­lässig­keit verzichten und statt­dessen voll zahlen. Fragen Sie Ihren Versicherer, wenn Sie Wert darauf legen.

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