Schaden­regulierung Special

Seit sechs Jahren müssen Versicherer auch dann zahlen, wenn der Kunde den Schaden grob fahr­lässig verursacht hat. Das ist wichtig, denn grobe Fahr­lässig­keit ist gar nicht so selten. Konnten die Gesell­schaften bisher in solchen Fällen die Entschädigung komplett verweigern, müssen sie nun wenigs­tens einen Teil der Summe auszahlen. Wie viel, ist häufig umstritten. Inzwischen liegt eine Reihe von Urteilen vor, die eine Orientierung geben. So bekam eine Pfle­gekraft im Seniorenheim 50 Prozent des Schadens ersetzt, nachdem ihr Auto gestohlen wurde. Sie hatte den Schlüssel in einem offenen Aufenthalts­raum gelassen.

Finanztest nennt zahlreiche weitere Beispiele und erklärt, wie die „Quotelung“ in der Praxis funk­tioniert, wenn der Kunde in einem Schadenfall gleich mehr­fach grob fahr­lässig war.

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