Nach einem Verkehrs­unfall darf sich der gegnerische Haft­pflicht­versicherer mit der Zahlung vier bis sechs Wochen Zeit lassen. Schaden­ersatz­ansprüche sind sofort fällig, doch das Unfall­opfer muss dem Versicherer genug Zeit lassen, den Fall zu prüfen. Manchmal darf es noch länger dauern. Ein Mann, der nach sechs Wochen Klage erhoben hatte, blitzte vor dem Ober­landes­gericht Koblenz ab. Der Versicherer hatte geschrieben, er müsse zuerst die Polizei­akte einsehen, da sein Kunde beim Unfall schwer verletzt wurde. Der Geschädigte musste das abwarten, so das Gericht (Az. 12 U 757/14). Dies besonders, weil er von 12 515 Euro Schaden bereits 10 844 Euro als Abschlag erhalten hatte. Vier bis sechs Wochen finden auch andere Ober­landes­gerichte (OLG) in Ordnung. Das OLG Düssel­dorf hält schon drei Wochen für genug (Az. I – 1 W 23/07).

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