Macht ein Arbeit­geber einen Fehler und entschädigt seinen Angestellten, weil dessen Einkommensteuer deswegen zu hoch war, gilt der Schaden­ersatz nicht als steuer­pflichtiger Arbeits­lohn. Das hat der Bundes­finanzhof entschieden.

Ein Arbeitnehmer in Nord­rhein-West­falen durfte einen Dienst­wagen mit Fahrer nutzen. Alle Fahrten dokumentierte er auf losen Blättern. Kollegen über­trugen die Angaben in ein gebundenes Fahrten­buch. Bei einer Lohn­steueraußen­prüfung stellte ein Finanz­beamter fest, dass es nicht ordnungs­gemäß geführt worden war. Er erhöhte die Einkommensteuer des Angestellten für mehrere Jahre. Da die Arbeit­geberin den Fehler zu verantworten hatte, entschädigte sie ihren Mitarbeiter mit 50 000 Euro. Das war für das Finanz­amt steuer­pflichtiger Arbeits­lohn. Der Bundes­finanzhof wider­sprach (Az. VI R 34/16).

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