Verklagt ein Autobesitzer nach einem Unfall vorschnell den gegnerischen Versicherer, kann das teuer werden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf brummte einem Kläger die gesamten Verfahrenskosten von rund 4 000 Euro auf, weil er dem KfZ-Haftpflichtversicherer des Unfallgegners zu wenig Zeit gelassen hatte. Vier bis sechs Wochen Zeit darf dieser sich nehmen, um einen durchschnittlichen Schadensfall zu prüfen (Az. I-1 W 23/07).

Der Anwalt des Geschädigten hatte den gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherer schon dreieinhalb Wochen nach dem Unfall beim Landgericht Duisburg verklagt, weil er den Schaden von rund 15 000 Euro noch nicht ersetzt hatte. Der Versicherer hatte jedoch bereits rund 9 700 Euro überwiesen und zahlte den Rest kurze Zeit später. Der Autobesitzer musste die Klage zurücknehmen.

Die Kosten hatte das Duisburger Gericht zunächst zwischen den Streitparteien aufgeteilt. Doch der Versicherer beschwerte sich dagegen er­folg­reich beim Oberlandesge­richt Düsseldorf.

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