Scanner Test

Scanner lesen nicht nur Bilder, Fotos und Texte ein. Sie holen auch dreidimensionale Objekte in den Computer. Die 3D-Funktion eröffnet neue Möglichkeiten: Ein Blick in den Scanner, schon steht das eigene Konterfei im Computer bereit. Einzige Voraussetzung: ein Scanner mit CCD-Technik. Preis: ab etwa 90 Euro. Im Test: 19 Flachbettscanner und 2 Multifunktionsgeräte die auch Drucken und Kopieren.

Der Scanner als Kamera

Die 3D-Funktion macht Spaß. Kleinere Objekte wirken fast wie fotografiert. Gut fürs Internet: Ein schneller Bildanhang für eine E-Mail ist mit dem Scanner kein Problem. Auch das Abbild des MP3-Spielers der im Netz versteigert werden soll geht online: Ohne Digitalkamera. Möglich wirds, durch CCD-Technik. Diese Bildwandler setzen Licht in elektrische Ladung um. Die Abkürzung CCD steht für Charge Coupled Device – zu deutsch etwa: ladungsgekoppeltes Bauelement. Die CCD-Technik der Scanner ähnelt der von Digitalkameras und Camcordern. Scanner entwickeln damit erstaunliche Schärfe. Leichte Verzerrungen lassen sich mit einem Bildverarbeitungsprogramm retuschieren.

Auflösung ist nicht alles

Die besten 3D-Scans liefern Canon Canoscan D1250 U2, HP Scanjet 4470c, Plustek Opticpro S6 und Visioneer 4800 USB. Erstaunlich: Denn die beiden Geräte von Plustek und Visioneer lesen weniger Punkte ein, als die meisten anderen Scanner im Test. Auflösung: 600 x 1.200 dpi – 1.200 x 2.400 dpi sind für Scanner heute üblich. Dpi steht für Punkte pro Zoll. Der Test zeigt: Die Auflösung allein sagt nichts. Auch Farbwiedergabe und Schärfe bestimmen das Bild. Der Scanner mit der höchsten Auflösung im Test – Microtek Scanmaker 5600 – liefert zwar gute, nicht aber bessere Bilder. In puncto Farbwiedergabe ist er sogar schlechter als die meisten anderen Scanner im Test.

Ohne Filmscan billiger

Sinnvoll ist eine hohe Auflösung vor allem beim Scannen von Dias und Filmen. Die kleinen Vorlagen müssen für den Ausdruck vergrößert werden. Eine hohe Auflösung bildet die Grundlage für ein gutes Ergebnis. Voraussetzung ist ein Scanner mit Durchlichtaufsatz. Dieses Zubehör hält Filme oder Dias und durchleuchtet sie mit einer starken Lampe. Nachteil: Der Aufsatz kostet extra. Viele Scanner sind auch ohne Durchlichteinheit zu haben. Ersparnis: bis zu 120 Euro. Die Scanqualität bei Aufsichtsvorlagen ist identisch. Wer ohnehin keine Filme scannt, kann sparen. Der test-Kompass zeigt gute Scanner mit und ohne Durchlichtaufsatz.

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