Im Streit um die Scala-Spar­verträge der Sparkasse Ulm hat das Land­gericht Ulm einer Kundenklage statt­gegeben (Az. 4 O 273/13). Der Anleger hat demnach das Recht, seine monatliche Sparrate jeder­zeit auf bis zu 2 500 Euro zu erhöhen. Auch darf sein Kredit­institut den Spar­vertrag nicht vor Ablauf der 25-jährigen Einzahlungs­zeit kündigen.

Sparer profitierten bei den Scala-Verträgen von hohen Bonuszinsen, die bis zu 3,5 Prozent betragen. Für die Sparkasse sind solche Konditionen im aktuellen Nied­rigzins­umfeld dagegen eine große Belastung. Ob sie gegen das Urteil Berufung einlegen wird, stand zu Redak­tions­schluss noch nicht fest.

Tipp: Die Entscheidung ist für alle Anleger interes­sant, die noch attraktive Spar­verträge aus besseren Zins­zeiten haben. Banken können nicht ohne weiteres aus solchen Verträgen aussteigen. Anleger, die von ihrer Bank zur Kündigung gedrängt werden, können zum Beispiel bei ihrer örtlichen Verbraucherzentrale Rat suchen.

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