Saunaregeln: Richtig schwitzen von A bis Z

  • Alter. Die Sauna tut (fast) jedem gut. Nur sehr alte, gebrechliche Menschen sollten darauf verzichten. Und auch Säuglinge darf man den hohen Temperaturen nicht aussetzen. Für kleinere Kinder gilt: Je jünger, desto kürzer der Aufenthalt in der Sauna und desto geringer die Hitze.
  • Benehmen. Ein finnisches Sprichwort sagt: „In der Sauna benimmt man sich wie in der Kirche.“ Das bedeutet: Niemanden stören und die Regeln beachten. Außerdem: Wer schweigt, entspannt sich besser.
  • Durst. Wer während und zwischen den Saunagängen trinkt, stört den Ausscheidungsprozess. Die Flüssigkeit für die Schweißproduktion wird dann nicht dem Körpergewebe, sondern direkt dem Magen-Darm-Trakt entzogen. Nach dem Saunabaden sollten Sie aber reichlich Mineralwasser oder Fruchtschorle trinken. Alkohol ist tabu.
  • Frischluft. Ganz wichtig: Direkt nach dem Saunagang, noch vor dem Abkühlen mit Wasser, braucht der Körper Sauerstoff. Ein paar tiefe Atemzüge an einem offenem Fenster oder besser noch ein kurzer Spaziergang an frischer Luft sind für die Atemorgane nötig.
  • Fußbad. Ein warmes Fußbad zwischendurch fördert das Schwitzen.
  • Gewicht. Ein bis zwei Kilo weniger sind nach beendetem Saunabad normal und entstehen durch Flüssigkeitsverlust, nicht etwa Gewichtsverlust. Denn nach dem ersten erfrischenden Getränk schnellt der Zeiger an der Waage wieder nach oben. Allerdings kurbelt das heftige Schwitzen den Stoffwechsel an, was bei einer Diät durchaus von Vorteil ist.
  • Hygiene. Vor dem Saunabaden gründlich duschen. Danach trocken rubbeln, denn trockene, gut durchblutete Haut schwitzt schneller. Wichtig: ein Liegetuch. Niemals direkt mit dem Körper auf die Holzbank gehen. Außerhalb der Saunakabine Badeschuhe tragen: Rutsch- und Fußpilzgefahr!
  • Krankheiten.
  • Massage. Die beste Wirkung wird zwischen den Saunagängen oder im Anschluss erzielt.
  • Solarium. Wenn schon, dann vor den Saunagängen ins Solarium, da die Lichtempfindlichkeit besonders bei hellhäutigen Menschen nach der Sauna erhöht ist.
  • Sport. Nur vor dem Saunabaden. Nicht während oder danach, um eine Überlastung des Kreislaufs zu vermeiden.
  • Temperatur. Die Temperaturen variieren im Saunaraum von unten nach oben zwischen 40 und 100 Grad. Kurz und intensiv schwitzt es sich im Sitzen (nicht im Liegen) auf der mittleren und oberen Bank.
  • Zeit. Ein Saunagang kann 5 oder auch 20 Minuten dauern. Der Maßstab für die Dauer muss immer das eigene Wohlbefinden sein. Drei Saunagänge insgesamt reichen aus, weiteres Schwitzen würde die positiven Wirkungen nicht steigern.
    Wichtig sind Abkühlung und Fußbad nach jedem Gang. Die jeweils anschließende Ruhepause sollte mindestens so lange wie der letzte Saunagang andauern, 20 bis 30 Minuten werden empfohlen. Ein vollständiges Saunabad dauert zwei bis drei Stunden.
  • Keine Zeit. Wer partout keine Möglichkeit und Zeit zum Saunabaden findet, kann den Körper mit morgendlichen heiß-kalten Duschen abhärten. Etwa ein bis zwei Minuten sollte man beim kalten Schauer schon durchhalten. Der Kältereiz muss so lange wirken, bis er nicht mehr als kalt wahrgenommen wird. An den Füßen beginnen, dann werden aufsteigend Beine, Arme, Rumpf und das Gesicht abgeduscht.

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