Sauna Meldung

Manche mögens heiß. Besonders in der kalten Jahreszeit: Über 26 Millionen Deutsche gehen mehr oder weniger regelmäßig in die Sauna. Und das zu recht: Die Hitze tut Kopf und Körper gleichmaßen gut. Ein bis zwei Saunabäder in der Woche reichen aus, um Abwehrkräfte zu stimulieren, die Haut zu pflegen und Stress abzubauen. test.de erklärt, warum schwitzen nicht gleich schwitzen ist und wann Saunagängern richtig der Schweiß läuft.

Mit der Hitze gegen die Erkältung

Saunabäder sind gesund. Doch Hitze beim Saunagang alleine reicht nicht aus, um dem Körper etwas Gutes zu tun. Der Wechsel zwischen extrem warmer und kalter Umgebung ist entscheidend. Die Hauttemperatur steigt bei der trockenen Hitze im Laufe eines 10- bis 15-minütigen Saunagangs auf etwa 42 Grad an: normalerweise besorgniserregend - hier positiv anregend. Denn bei dieser Körperhitze bilden sich weiße Blutkörperchen und Zytokinen. Der Körper braucht möglichst viele von diesen Substanzen, zum Beispiel um Erkältungs- und Grippeviren bekämpfen zu können.

Training für die Blutgefäße

Sitzen in der Sauna ist für den Körper leichter Sport. Der Puls ruht nicht. Er kommt auf circa 120 Schläge pro Minute. Das Herz muss schneller schlagen, weil sich die Blutgefäße des Körpers durch die Hitze erweitern. Dennoch ist dieser erhöhte Pulsschlag weniger belastend für den Kreislauf als bei Sport mit 120er Puls. Bei der anschließenden Abkühlung findet der umgekehrte Prozess statt: Die Blutgefäße ziehen sich wieder zusammen - etwa wenn kaltes Wasser über die Haut fließt. Dadurch nimmt die Spannung der Gefäßwände zu. Dieses Hin und Her zwischen Erweiterung und Verengung der Blutgefäße hat ebenfalls einen postiven Effekt. Der Saunagänger kommt besser mit Wetter- und Temperaturschwankungen zurecht.

Säuberung mit Schweiß

Ganz nebenbei schwitzt der Körper natürlich auch noch. Rund drei Millionen Schweißdrüsen sorgen dafür, dass die erhitzte Haut gekühlt wird. Während eines Saunabads verliert der Saunagänger im Durchschnitt 1,5 Liter Schweiß. Dabei entsorgt der Körper Rückstände von Medikamenten, Koffein, Nikotin, Alkohol und Stoffwechselreste. Allerdings schwemmt er auch wichtige Salze, also Mineralstoffe und Spurenelemente, aus. Kein Problem: Eine Saftschorle oder ein Gemüsesaft ersetzen diese schnell.

Glücklich über die Hitze

Saunen stärkt nicht nur den Körper. Auch die Psyche mag das kontrollierte Hitze-Kälte-Spiel. Obwohl der Organismus durch einen Impuls zunächst leicht gestresst ist. Der Kältereiz löst diesen Impuls im vegetativen Nervensystem und in verschiedenen Hormondrüsen aus. Doch der Körper steuert dagegen: Er schüttet vermehrt Endorphine, so genannte Glückshormone, aus. Das ist Balsam für die Seele - gerade in der dunklen Jahreszeit. Das ist oft auch nötig: Das fehlende Licht führt bei einigen sogar zu richtigen Winterdepressionen.

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