Saugroboter im Test Test

Es ist verblüffend, wie viel Woll­mäuse, Flusen und Krümel die kleinen Saugroboter auf ihren Fahrten einsammeln können. Einen Staubsauger ersetzen sie aber nicht. Der Test von sechs Robotern zeigt: Vor allem auf Teppich lassen sie viel Staub liegen. Die meisten schwächeln auch in den Ecken. Drei Saugroboter schneiden im Test befriedigend ab, zwei sind ausreichend. Immerhin ein Gerät reinigt insgesamt gut.

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TestSaugroboter im Test03.02.2017
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Saugroboter kommen gut mit Hinder­nissen klar

Die sechs Saugroboter müssen im Test Kabel und flache Teppichkanten meistern, ihren Weg zwischen Stuhl- und Tisch­beinen hindurch finden, Ecken säubern sowie Teppich- und Holz­böden von Staub befreien. Anschließend sollen sie recht­zeitig zum Tanken an die Lade­station zurück­kehren. Es zeigt sich: Hinder­nisse sind im Test nicht die größte Heraus­forderung der kleinen Putzkolonne. Die Roboter kommen damit im Prüf­raum sehr gut klar. Am meisten unterscheiden sie sich in der Saug­leistung − vor allem auf Teppich.

Übrigens: Nach dem Frei­schalten des Tests erhalten Sie zusätzlich den Testbe­richt Saugroboter aus dem Jahr 2015 als PDF zum Download.

Video: Das leisten auto­nome Staubsauger

Den Robotern fehlt die Tiefen­wirkung

Die Roboter werden im Test nicht nach den strengen Maßstäben für Boden­staubsauger, sondern als eigen­ständige Produkt­gruppe bewertet. Ihnen fehlt es – bedingt durch ihre kleine Bauart – an Saug­kraft. Das belegen auch die Messungen auf dem Prüf­stand im Labor: Die beiden besten Kleinen schlu­cken auf Teppichboden immerhin rund die Hälfte des Staubes. Ein Roboter reinigt ihn dagegen nur mangelhaft − Staub und auch Fasern bleiben größ­tenteils liegen. Zum Vergleich: Ein guter Boden­staubsauger holt aus Teppich fast 80 Prozent des Staubes heraus. Auf Hartboden fallen die Unterschiede geringer aus.

Tipp: Der auto­nome Saugspaß ist teuer. Die getesteten Modelle kosten zwischen 360 und 980 Euro. Ein guter Boden­staubsauger ist oft schon für 160 Euro zu haben. Test­ergeb­nisse für über 100 klassische Staubsauger finden Sie im Produktfinder Staubsauger auf test.de.

Freie Fahrt für kleine Auto­nome

Je freier die Routen, desto einfacher und sicherer verrichten Roboter ihren Job. Hinder­nissen nähern sie sich meist lang­sam an, berühren sie kurz oder drehen vorher ab. Um Bereiche für die Sauger sperren zu können, liefern die Anbieter bei vier Geräten Grenz­zieher mit. Das sind entweder Magnetbänder für den Boden oder batterie­betriebene Türme aus Kunststoff, die unsicht­bare Barrieren aufbauen. Alle funk­tionieren im Test mindestens gut. Die Putzhelfer bewegen sich nach unterschiedlichen Strategien durch den Raum. Drei lassen sich von ihrer Kamera leiten und ziehen parallele Bahnen. Zwei Modelle sind mit Lasernavigation ausgestattet. Sie teilen das Wohn­zimmer in Abschnitte ein, die sie nach und nach abarbeiten. Der güns­tigste Kleinsauger im Test steuert wie zufäl­lig kreuz und quer durchs Zimmer.

Unsere Tipps für Roboter-Fans

Aufräumen. Je freier ein Saugroboter fahren kann, desto einfacher und sicherer kann er reinigen. Entfernen Sie Spielzeug, Kleidung und zer­brech­liche Vasen vom Boden. Sichern Sie Kabel und herunter­hängende Kordeln. Schieben Sie Fransen am besten unter den Teppich. Hoch­florige Teppiche und verwinkelte, zugestellte Räume erschweren den Einsatz von Saugrobotern.

Beob­achten. Lassen Sie Ihren Saugroboter bei seiner ersten Fahrt nicht allein. So erkennen Sie mögliche Problem­stellen recht­zeitig und können sie beseitigen oder sperren.

Laden. Der Weg zur Lade­station muss immer frei sein. Einige Saugroboter finden nur zu ihrer Lade­station zurück, wenn sie von ihr gestartet wurden.

Begrenzen. Um Eingänge zu sperren oder den Einsatz­bereiches des Roboters zu begrenzen, können Sie die oft mitgelieferten Grenz­zieher einsetzen. Das können Magnetbänder sein, die Sauger an der Über­fahrt hindern – oder kleine, batterie­betriebene Türme aus Kunststoff zum Aufstellen. Auf Knopf­druck bauen sie mit Infrarotlicht eine unsicht­bare Barriere auf, die Sauger in der Regel nicht über­fahren.

Leeren. Reinigen Sie den Staubbehälter am besten nach jedem Einsatz. Säubern Sie Seiten- und Haupt­bürsten, Sensoren und Filter regel­mäßig. Achten Sie auf die Pfle­gehin­weise der Anbieter.

Ersetzen. Nicht bei allen Modellen können Sie den Akku selbst ausbauen, entsorgen und ersetzen. Dann muss der Kunden­service ran. Wird der Sauger häufig einge­setzt, sollten Sie die Haupt- und Seiten­bürsten sowie Filter regel­mäßig austauschen.

Den Saugrobotern auf der Spur

Welche Fläche die kleinen Helfer auf ihren Touren abfahren oder auslassen, ermitteln Kameras im Labor. In einem speziell möblierten Prüf­raum zeichnen sie jede Fahrt auf und über­tragen die Daten an einen Computer. Der Raum entspricht weit­gehend den Vorgaben der Saugroboternorm. Die Prüfer wollen aber verhindern, dass eines der intelligenten Geräte den Testraum als solchen erkennt – und dann möglicher­weise darauf optimiert putzt. Darum haben sie die Fläche erweitert und die „Möbel“ umge­stellt. Es sind Kisten und Stuhl­beine statt Kommoden und Stühlen. Die Bewegungs­profile zeigen: Die meisten Kleinsauger fahren den rund 20 Quadrat­meter großen Raum inner­halb von 30 Minuten nahezu flächen­deckend ab. Nur ein Roboter lässt kleine Bereiche aus.

Jedes Staub­teilchen wird gezählt

Zum ersten Mal ermitteln die Warentester, ob die Roboter einen Teil des aufgesaugten Staubes wieder auspusten. Ein optisches Mess­gerät zählt, wie viele Staub­teilchen jeder Kleinsauger einzieht und wieder hinaus­bläst. Das Ergebnis: Die Roboter halten viel weniger zurück als ein guter Staubsauger. Staub­empfindliche Menschen sollten eher den Raum verlassen, wenn die Kleinen putzen.

In Abwesenheit saugen lassen

Auch ohne Mess­geräte hörbar ist das Dauer­gesurre der kleinen Kerle. Sie verrichten ihren Job zwar leiser als so mancher Staubsauger, surren dafür aber durch­gängig. In Muße ein Buch lesen oder sich in Ruhe unterhalten ist daneben kaum möglich. Der nach Mess­daten leiseste Sauger gehört auch zu den schwächsten. Ein anderes Modell ist vor allem dann deutlich zu hören, wenn es auf Teppich auto­matisch den Turbo einschaltet. Bei vier der sechs Helfer lässt sich ein Zeitplan programmieren, wann sie mit der Arbeit beginnen sollen. So halten sie mehr­mals wöchentlich den Boden in Schuss − ohne dass sie der Besitzer eigenhändig starten, geschweige denn anwesend sein muss.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. Januar 2017 gepostet wurden, beziehen sich auf den Saugroboter-Test aus test 2/2015.

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