Blick­kontakt. Der Miele Scout RX2 trifft beim Saug­einsatz auf einen Kuschelfrosch.

Die modernen Hein­zelmänn­chen entfernen Staub und navigieren auto­nom. Manche senden auf Wunsch sogar Video­bilder aufs Handy. Acht Staubsauger-Roboter hat die Stiftung Warentest geprüft, darunter Geräte von Dyson, iRobot, Miele und Vorwerk (Preise: rund 400 bis 950 Euro). Alle Saugroboter im Test bieten Apps. Täglich einge­setzt, sorgen viele der Kleinen für optisch saubere Böden. Zwei Saugroboter schneiden gut ab, fünf sind befriedigend. Das güns­tigste Gerät ist nur ausreichend.

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TestSaugroboter im Test02.03.2019
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Zwei Saugroboter schi­cken Video­bilder aufs Handy

Wer sein Zuhause checken will, kann das jetzt auch vom Büro aus tun. Zwei der auto­nomen Staubsauger im Test entfernen beim Saugen nicht nur Staub, sondern schi­cken auf Wunsch auch Video­bilder auf Handy − verschlüsselt und in Echt­zeit. Über die Qualität eines Saugroboters entscheiden solche Funk­tionen allerdings nicht. Da geht es um andere Aufgaben.

Das bietet der Saugroboter-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für acht Saugroboter. Alle bieten Apps. Im Prüf­labor untersucht haben wir, wie wirk­sam die Geräte von Anbietern wie AEG, Dyson, iRobot, Miele oder Vorwerk saugen, navigieren und den einge­saugten Fein­staub zurück­halten und wie lange ihre Akku­lauf­zeit reicht. Zudem haben wir Geräusch­entwick­lung sowie Strom­verbrauch gemessen und geprüft, in welchem Umfang die Apps der Saugroboter Daten an Server sendeten. Eine Grafik verdeutlicht, wie viel Staub Testsieger und Test­verlierer im Vergleich zu Akku- oder Boden­staubsaugern aufnehmen.

Kauf­beratung und Tipps. Welcher Saugroboter soll es sein? Die Haus­halts­experten der Stiftung Warentest geben Tipps für Auswahl und Einsatz der kleinen Helfer und klären: Was ist zu bedenken, bevor man einen Roboter kauft? Wie sollten die Räume auf das neue „Familien­mitglied“ vorbereitet sein? Was bringen die Apps der Geräte? Was zeichnet den besten Saugroboter aus?

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 3/2019 sowie die Testbe­richte der beiden vorhergehenden Saugroboter-Tests (test 2/2017 und 2/2015).

Was mussten die Staubsauger-Roboter im Test können?

Als moderne Hein­zelmänn­chen sollen die kleinen Gesellen lästige Saug­arbeiten für ihre Besitzer erledigen. Wie gut sie Teppich und Hartboden säubern, ermitteln die Mitarbeiter im Labor auf einem Prüf­stand. Akribisch bereiten sie die Test­stre­cken vor – walzen in Teppich eine genau abge­wogene Menge Mineralstaub ein oder sieben ihn auf Holz­boden.

Video: Saugroboter im Test

Saugroboter können helfen, die Wohnung sauber zu halten – und sie aus der Ferne zu über­wachen. Das Video zeigt, wie Saugroboter reinigen und wie die Stiftung Warentest sie testet.

Staub, Fasern und Hutmuttern

Für weitere Unter­suchungen verteilen die Prüfer Fasern oder verstreuen auf Holz­boden pastillen­große Hutmuttern – Muttern mit hutför­migem Aufsatz. Diese Kunst­stoff­teile stehen für Grobes wie aus Schuhsohlen gefallenen Roll­splitt, auf dem Boden verteiltes Katzen­streu oder beim Naschen heruntergepurzelte Erdnüsse. Für jeden Test­lauf stellen die Mitarbeiter den kleinen Brummer auf den Prüf­stand, starten ihn und analysieren die Arbeits­leistung – immer wieder auf denselben Teppich- und Hartboden­stre­cken.

Saug­leistung: Auf Teppich insgesamt besser als im letzten Test

Die Messungen zeigen: Nur die beiden Besten nehmen feinen Mineralstaub gut vom Prüfteppich auf und erzielen auf Holz­boden durch­weg saubere Ergeb­nisse. Die anderen sechs Saugroboter im Test können mit der Reinigungs­leistung der beiden nicht mithalten. Fünf von ihnen holen Staub befriedigend aus dem Teppich­flor. Insgesamt sind die aktuell geprüften Saugroboter damit aber besser als die Geräte im vergangenen Test (test 2/2017). Nur der güns­tigste Staubsauger-Roboter reinigte Teppich so oberflächlich, dass er über ein Ausreichend nicht hinaus­kam. Auch ließ er fast die Hälfte der Hutmuttern liegen − eine Schwäche, die er mit einem weiteren Roboters­auger teilt.

Herkömm­liche Staubsauger haben mehr Saug­kraft

Der Saugroboter-Test zeigt: Mit der Saug­leistung und der sehr effektiven Filter­wirkung eines guten Staubsaugers können selbst die beiden besten Roboter nicht mithalten. Ein guter Staubsauger holt aus Teppich deutlich mehr als 80 Prozent des Staubs heraus. Die beiden besten Kleinen schlu­cken dort etwas mehr als die Hälfte des feinen Prüf­staubs. Auf Hartboden fallen die Unterschiede geringer aus. Die Stiftung Warentest bewertet Robos­auger nicht nach den strengen Maßstäben, die sie für herkömm­liche Staubsauger setzt, sondern stuft sie als eigen­ständige Produkt­gruppe ein. Schließ­lich sind sie kleiner und können auto­nom navigieren.

Den Saugrobotern auf der Spur

Welche Flächen die Staubsauger-Roboter auf ihren Touren abfahren oder auslassen, wie sie mit Heraus­forderungen wie Teppichkante, Kabel, Leuchtenso­ckel und Schwelle klar­kommen, haben die Tester in einem speziell möblierten Prüf­raum des Labors ermittelt. Statt Schränken und Tischen stehen dort Kisten und Tisch­beine. Die Kameras an der Decke des rund 20 Quadrat­meter großen Prüf­raums haben so freie Sicht. Sie zeichnen jede Fahrt der Roboter­sauger auf, über­tragen die Daten an einen Computer, der Bewegungs­profile erstellt. Die Computer­analyse zeigt: Vier Saugroboter fuhren den Prüf­raum meist inner­halb von 35 Minuten recht flächende­ckend ab. Einer brauchte dafür mehr als 40 Minuten. Unschön hingegen: Drei Modelle ließen kleinere Be­rei­che aus.

Zwei Saugroboter verirrten sich im Dunkeln

Nach getaner Arbeit rollten alle Putzhelfer im hell beleuchteten Prüf­raum zu ihrer Lade­station zurück. Bei einer Test­fahrt im Dunklen fanden zwei die Station nicht – und blieben schließ­lich stehen. Die bei einem Saugroboter seitlich im Gehäuse integrierten Infrarot-„Scheinwerfer“, die das Gerät bei schlechten Licht­verhält­nissen unterstützen sollen, haben ihm im Prüf­raum offensicht­lich nicht geholfen. Hinder­nisse meistern die Staubsaugroboter in der Regel sehr gut.

Vier pusten weniger Fein­staub zurück

Mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist, ob die Roboter einen Teil des aufgesaugten Fein­staubs wieder auspusten. Die Staub­emission ermittelt die Stiftung Warentest in einer speziellen Prüfkammer. Ein optisches Mess­gerät zählt exakt, wie viele Staub­teilchen jedes Gerät unten einzieht und anderswo wieder hinaus­bläst. Drei Saugroboter, darunter der Testsieger, halten den Fein­staub eher schlecht zurück. Dass auch bei den Kleinen bessere Ergeb­nisse möglich sind, belegen vier andere selbst­fahrende Staubsauger.

Umwelt­eigenschaften der Roboters­auger

Außer dem Staubrück­halte­vermögen gingen auch der Strom­verbrauch und die Geräusch­entwick­lung auf Teppich- und Hartboden in die Testnote mit ein. Der insgesamt leiseste Staubroboter, der sich auch durch einen vergleichs­weise geringen Strombedarf auszeichnete, ist ausgerechnet das schlechteste Gerät im Test.

Apps oft kritisch

Alle Saugroboter im Test bieten Apps. Mit ihnen lässt sich zum Beispiel ein Zeitplan programmieren, wann die Geräte saugen sollen − am besten in Abwesenheit ihres Besitzers. So bleibt den Bewohnern auch das Dauer­gesurre erspart. Wie gut die Robos­auger gegen die zehn üblichsten Einfalls­tore für Hacker gewappnet sind, hat die Stiftung Warentest analysiert. Fazit: Die Geräte haben den Sicher­heitscheck bestanden. Viele Apps verraten aber unnötige Daten − etwa den Mobil­funkanbieter des Handy­besitzers. Vorbild­lich: Zwei Staubroboter beschränken den Daten­verkehr aufs Nötigste.

Nutzer­kommentare, die vor dem 27. Februar 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Unter­suchung.

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