Extradosis Sauerstoff: Was Lungen, Therapien und Geräte leisten

Gesunde leiden nicht unter Sauerstoffmangel. Die Atmung versorgt den Körper so gut mit dem Gas, dass das arterielle Blut zu 97 Prozent gesättigt ist. Das reicht, um den Energiestoffwechsel der Organe aufrechtzuerhalten. Brauchen wir einmal mehr Sauerstoff, weil wir uns anstrengen und viel Energie verbrennen, nehmen wir statt etwa 6 Liter Luft pro Minute bis zu 100 Liter auf.

Einige Menschen, deren natürliche Atmung durch chronische Krankheiten gestört ist, setzen auf Therapien mit konzentriertem Sauerstoff. Bekannt ist die mehrstufige Ardenne-Therapie: Patienten bekommen Vitamine und Mineralstoffe, atmen konzentrierten Sauerstoff ein und bewegen sich dazu. Der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hält den therapeutischen Nutzen der Methode allerdings für nicht belegt. Die Krankenkassen zahlen die Therapie deshalb auch nicht.

Tief in die Tasche greifen muss, wer sich ein Gerät zur privaten Zubereitung von Sauerstoffwasser kauft. Die Gehalte des damit eingebrachten Sauerstoffs liegen oft ähnlich hoch wie bei den untersuchten Wässern, das Gas verflüchtigt sich aber schnell. Ein Nutzen ist ohnehin nicht zu erwarten.

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