Sauerampfer Meldung

Sauerampfer hat das niedere Unkrautmilieu hinter sich gelassen und den Aufstieg in die feine Sommerküche geschafft. Köche zupfen die länglichen, spießförmigen Blätter und Triebspitzen vom Stängel, um sie gehackt ins Essen zu geben. Besonders Salate, Quark, Lamm und Fisch profitieren vom erfrischend-säuerlichen Ge­schmack. Den verdankt das Vitamin-C-reiche Knöterichgewächs dem hohen Gehalt an Oxalsäure. Der Volksmedizin nach soll sie appetitanregend und blutreinigend wirken. Allerdings muss die Dosis stimmen. Zu viel Oxalsäure behindert den Körper, Kalzium aus dem Essen zu lösen. Auch Magen- und Nierenstörungen können die Folge sein. Deshalb sollte man Sauerampfer, der vom Mai bis Juli wild wächst und in Gemüsegeschäften ausliegt, nur maßvoll genießen.

Tipp: Nehmen Sie junge Pflanzen, da ältere oft zu sauer sind. Nur kurz erwärmen. Bei Hitze verliert das Kraut Farbe und Aroma, nicht den Sauergeschmack.

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