Saubere Geld­anlage: Technik für die Zukunft

Saubere Investmentfonds Test

Sauberes Wasser ist Mangelware. Wasser­fonds setzen auf Trink­wasser­aufbereitung.

Um die Versorgung der Menschen mit Wasser und Energie sicher­zustellen, sind neue Technologien nötig. Für Anleger eröffnen sich gute Rendite­chancen.

Zukunfts­technologien sind zualler­erst eine Sache für Zocker. Der Fort­schritt befeuert die Fantasie der Anleger und treibt die Aktien­kurse an. Das war Mitte des 19. Jahr­hunderts mit der Eisenbahn so und Ende des 20. Jahr­hunderts mit dem Mobil­funk und dem Internet.

Kaum war dieser Boom zu Ende, hoben die Solar­werte ab. Von 2004 bis 2007 verzwei­hundert­fachte sich der Kurs des Markt­führers Solarworld. Danach verlor er allerdings wieder drei Viertel seines Wertes.

Das Beispiel zeigt zweierlei. Erstens: Ein Investment hat sich trotz des Absturzes noch gelohnt. Zweitens: Anleger, die solche Aktien kaufen, brauchen gute Nerven. Wir empfehlen Fonds, die in neue Technologien investieren, daher nur als Beimischung.

Der Klimawandel und die Folgen

Die Luft ist viel zu voll mit Kohlen­dioxid. Deshalb ist es nicht nur sinn­voll, fossile Brenn­stoffe durch erneuer­bare Energien zu ersetzen, sondern den Energieverbrauch über­haupt einzuschränken. Damit beschäftigen sich New-Energy-Fonds.

Unser bester New-Energy-Fonds, der SAM Smart Energy, hält Aktien der Companhia Energética de Minas Gerais, eines brasilia­nischen Versorgers, der vor allem Wasser­kraft­werke betreibt. Eine weitere große Position bilden Beteiligungen an den chinesischen Solar­konzernen Yingli Green Energy und Trina Solar.

9,2 Prozent Plus pro Jahr hat der SAM Smart Energy in den vergangenen fünf Jahren durch­schnitt­lich erzielt. 85,5 Prozent waren es im vergangenen Jahr.

Kost­bares Wasser

Trink­wasser ist ein knappes Gut, und es wird noch knapper werden, je mehr der Globus sich aufheizt. Wasser­fonds setzen auf Unternehmen, die Technologien zur Wasser­aufbereitung, -verteilung, Wasser­analyse und Bewässerung anbieten.

Der älteste Wasser­fonds, der Pictet Water, investiert in den französischen Umwelt­konzern Veolia Environnement sowie die beiden Wasser­versorger American Water Works (USA) und Severn Trent (Groß­britannien). Ebenfalls zu seinen Top Ten zählt die japa­nische Kurita Waters, die Technologien zur Wasser­reinigung anbietet.

Klimawandelfonds beschäftigen sich noch mit anderen Aspekten rund um die Folgen der Erderwärmung als Wasser- oder New-Energy-Fonds. Sie investieren beispiels­weise in Dünge­mittel­hersteller, weil es immer weniger Acker­land gibt. Solche Fonds fehlen in unserem Test jedoch, weil noch keiner von ihnen fünf Jahre alt ist.

Nach­haltig und doch nicht

Die Branchenfonds in unserem Test investieren gezielt in Firmen, die sich mit den Ökosystemen der Erde befassen. Trotzdem legen sie nicht alle nach­haltig an. Beispiels­weise wenden nur die beiden Fonds der belgischen Gesell­schaft KBC ökologische Ausschluss­kriterien an. Auch bei den ethischen Ausschlüssen liegt KBC vorn. Der Pictet ­Water trifft keine Auswahl nach Nach­haltig­keit, ebensowenig der BGF New Energy.

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