Saubere Fonds Meldung

Auch beim Geldanlegen spielt Atomstrom eine wichtige Rolle. Große deutsche Banken unterstützen Atomkraft­werksbetreiber mit Krediten. Sie platzieren deren Aktien oder Anleihen am Markt oder kaufen selber welche. In zahlreichen Investmentfonds liegen Aktien oder Anleihen bekannter Energieversorger wie Eon oder RWE, die ihre Kunden mit Atomstrom beliefern. Doch es gibt Alternativen.

Völliger Verzicht auf Branche

Wer nicht möchte, dass sein Geld in die Atomwirtschaft fließt, kann Aktien- und Rentenfonds kaufen, die die gesamte Branche ausschließen. In der letzten Finanztest-Untersuchung (siehe Tabelle) verzichten sieben von 24 ethisch-ökologisch ausgerichtete Aktienfonds Welt auf entsprechende Investments, acht Fonds verzichten zumindest teilweise auf Unternehmen, die in der Branche tätig sind. Sie entscheiden von Fall zu Fall, ob sie Aktien oder Anleihen einer Firma kaufen wollen, die beispielsweise Teile baut, die in Atomkraftwerken verwendet werden können. Von sechs Rentenfonds Euro schließt nur einer die Branche vollständig aus, zwei investieren nur eingeschränkt.

Atomstrom nicht klimafreundlich

Mache Klimaexperten sind der Ansicht, dass Atomstrom klimafreundlich sei, weil Atomkraftwerke im Betrieb kein Kohlendioxid ausstoßen. Aus diesem Grund schließen auch nicht alle ethisch-ökologischen Fonds die Branche aus. Bei Umweltschützern stößt die Haltung aber auf heftige Kritik. Die Schäden an der Umwelt würden schon beim Abbau von Uran beginnen, sagen sie. Oft schädigten giftige Abfälle aus Urangruben Arbeiter und Anwohner – von den Gefahren während des Betriebes ganz zu schweigen. Nicht zuletzt sei das Problem der Endlagerung ungelöst.

Unfreiwillige Unterstützung

Es fließt aber nicht nur Geld aus Aktien, Anleihen und Fonds in die Atombranche. Auch wer Tagesgeld anlegt oder ein Girokonto unterhält, kann unfreiwillig zur Unterstützung solcher Firmen beitragen. Beispielsweise dadurch, dass die Banken Versorger und Atomkraftwerksbetreiber mit Krediten zur Verfügung stehen. Wer ausschließen will, dass das passiert, kann seine Bankgeschäfte zu einer ethisch-ökologischen Bank verlagern, etwa zur GLS Bank, der Ethikbank oder der Triodos Bank.
Tipp: Welche Banken in die Finanzierung der Atombranche verflochten sind, ist nachzulesen in der Broschüre „Wie radioaktiv ist Ihre Bank“ der Umweltorganisation urgewald.

Buch Grüne Geldanlage

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Wer sein Geld nachhaltig anlegen möchte, findet umfangreiche Informationen dazu im Ratgeber „Grüne Geldanlage“. Das Buch erklärt, wie der Vermögensaufbau ganz in grün funktioniert: über Tagesgeldkonten bei ethisch-ökologischen Banken, sauberen Investmentfonds, Mikrofinanzfonds, Waldinvestments, Beteiligungen an Wind- und Solaranlagen oder die eigene Solaranlage auf dem Dach. Der Ratgeber nennt Vor- und Nachteile der einzelnen Investments sowie deren Chancen und Risiken. Damit Anleger auch mit nachhaltigen Anlagen gute Renditen erzielen. Das Buch Grüne Geldanlage hat 208 Seiten und kostet 16,90 Euro.

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