Sat-Empfänger Test

Sat-Empfänger sind die Alternative zum Fernsehen via Kabel oder normaler Antenne. Mit einer Satellitenschüssel und einem Sat-Empfänger kommen hunderte Programme ins Haus. Bunt und international: auch arabische, polnische, spanische und französische Sender. Bild und Ton sind excellent. Sat-Empfänger mit Festplatte ermöglichen sogar zeitversetztes Fernsehen. Nachteil vieler Geräte: Sie sind umständlich und verbrauchen viel Strom. Im Test: 14 Empfänger für digitales Satellitenfernsehen. test.de zeigt die besten Modelle.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Sat-Empfänger

Testsieger Kathrein

Bester Sat-Empfänger im Test ist der Kathrein UFD 580 – ein Gerät für Anspruchsvolle. Preis: 600 Euro. Der Empfänger hat eine 80 Gigabyte Festplatte, 40 Speicherplätze für timergesteuerte Aufnahmen und einen zweiten Tuner für paralleles Fernsehen. Im Klartext: Während der Sat-Empfänger James Bond „Im Angesicht des Todes“ aufzeichnet, kann der Zuschauer „Wetten, dass ...“ zu Ende sehen. Egal, wie lange Gottschalk überzieht. Bild und Ton sind ohne Tadel. Auch das Bedienkonzept ist gut: Der Kathrein UFD 580 ist einer der weniger Sat-Empfänger mit guter Gebrauchsanleitung und gutem Bildschirmmenü.

20 Euro pro Jahr

Eine kleine Schwäche hat der Kathrein dann doch. Er verbraucht relativ viel Strom. Knapp drei Watt im Bereitschaftsbetrieb: nicht übermäßig viel, aber auch nicht zeitgemäß wenig. Urteil für die Umwelteigenschaften: befriedigend. Ernst wird das Problem bei den geprüften Empfängern von Homecast, Thomson und Zehnder. Sie saugen in Wartestellung (Stand-by) bis zu 13 Watt aus der Leitung. Das kostet pro Tag gut fünf Cent. Macht etwa 20 Euro im Jahr – ohne dass die Geräte eine einzige Sendung empfangen. Das ist natürlich nur ein Modellwert. Im Alltag verbrauchen die Sat-Empfänger noch mehr Strom, weil sie zwischendurch auch benutzt werden.

Stand-by-Verbrauch kostet Millionen

Der überflüssig hohe Stand-by-Verbrauch von Elektrogeräten summiert sich allein in Deutschland auf mehrere Millionen Euro im Jahr. Umwelturteil: mangelhaft. Gute Sat-Empfänger bleiben mit weniger als zwei Watt betriebsbereit. Das kostet kaum drei Euro pro Jahr. Am wenigsten Strom verbraucht der billigste gute Sat-Empfänger im Test – Comag SL 35. Leistungsaufnahme im Stand-by-Betrieb: nur 1,4 Watt. Preis für den Empfänger: etwa 50 Euro.

Bezahlfernsehen entschlüsseln

Besonders vielseitig ist der Empfänger von Comag freilich nicht: keine Festplatte, keine Geräteanzeige und keine Schnittstelle fürs Bezahlfernsehen. Verschlüsselte Programme bleiben somit „unsichtbar“. Wer die Bezahlangebote nutzen will, braucht eine Schnittstelle für den Dekoder. Fünf Sat-Empfänger im Test sind entsprechend ausgestattet: Kathrein UFD 580, Humax PDR-9700, Grundig DSR 5450 HD, Homecast S8000 und TechniSat Digit MF4-S. Das Gerät von Humax ist sogar Premiere-tauglich. Einfach eine Premiere-Smartcard in den dafür vorgesehenen Schlitz am Gerät stecken, schon zeigt der Humax auch verschlüsselte Premiere-Programme.

Nichts für Technikmuffel

Technikmuffel haben mit Sat-Empfängern oft ihre liebe Müh. Viele Modelle sind kompliziert und bestenfalls befriedigend in der Handhabung. Beispiel: Thomson. Schon die Gebrauchsanleitung ist knapp und schwer lesbar. Für Laien eine Zumutung. Beim Skymaster DX 23 stören die kleinen, schlecht beschriftete Tasten auf der Fernbedienung. Ohne Fernbedienung läuft bei den meisten Geräten nichts. Nur bei Grundig, Homecast und Kathrein UDF 580 lässt sich das Menü auch am Gerät aufrufen. Der Sat-Empfänger von Philips hat dagegen noch nicht mal eine Taste zum Durchklicken der Programme. Das beste Gerät für Anfänger ist der Homecast S 8000 – hier funktioniert die Bedienung besonders gut.

Komplett + Interaktiv: Test Sat-Empfänger aus der Zeitschrift test

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