Sat-Empfänger Test

Wer nicht umsteigt, empfängt ab Mai nur noch Schnee.

Ab heute ist das analoge Satelliten­fernsehen Geschichte. Schät­zungen zufolge müsste damit heute in einer halben Million deutscher Haushalte der Fernseher ohne Signal bleiben. So viele sollen noch nicht auf digitalen Empfang umge­stiegen sein. Wer das jetzt nach­holen muss, braucht einen digitalen Sat-Empfänger oder einen neuen Fernseher mit integriertem Empfänger. Im aktuellen Test: 20 digitale Sat-Empfänger. Gute gibt es ab 72 Euro.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Sat-Empfänger.

Schnee im Mai

Im Mai zeigen Fernseher mit analogem Sat-Empfänger nur noch Schnee oder ein schwarzes Bild. Zwei Dinge sind für den Umstieg erforderlich: ein digi­taler Empfänger und ein passender Signal­umsetzer an der Schüssel (LNB). Neuere Schüsseln haben den bereits. Die Auswahl an Sat-Empfängern ist groß: 13 der 20 Geräte im Test schneiden gut ab.

Gute Empfänger ab 72 Euro

Sat-Empfänger: Ab Mai nur noch digitales Sat-TV

Vor dem Kauf des Empfängers heißt es aber über­legen: Welcher Typ soll es sein? Einer nur zum Fernsehen? Oder ein Empfänger, der Sendungen auch auf externer Fest­platte speichert und zeit­versetzt abspielt. Die dritte Gruppe bietet Geräte mit Doppel­empfänger und einge­bauter Fest­platte. Die retten den Haussegen, wenn Fußball und Traumschiff parallel laufen. Alle drei Typen sind im Test vertreten. Interes­santes Ergebnis: Gute HD-fähige Empfänger, die auch Sendungen aufnehmen können, gibt es ab 72 Euro. Alle Testergebnisse erhalten Sie in der voll­ständigen Fassung aus test 03/2012.

Neue HD-Programme

Alle geprüften Sat-Geräte empfangen hoch­aufgelöste Programme. Ohne zusätzliche Kosten zeigen sie ARD HD, ZDF HD, Arte HD. Die gute Nach­richt: Die Analog­abschaltung schafft Platz für neue HD-Sender. Ab Mai bekommen Satelliten-Zuschauer auch BR, NDR, SWR und WDR, ZDFneo, -kultur und -info, 3sat, Phoenix sowie Kika kostenlos in hoher Auflösung. Ein Sendersuch­lauf findet die neuen Programme.

Privatsender in HD kosten extra

Auch Super RTL sendet dann in hoher Auflösung. Satelliten-Zuschauer empfangen die HD-Sender der RTL- und der ProSiebenSat1-Gruppe jedoch nur über die kosten­pflichtige Platt­form HD+. Dafür brauchen sie eine HD+-Karte. Bei manchen Geräten steckt sie bereits im Empfänger. Die Kosten für die ersten zwölf Monate sind im Geräte­preis enthalten. Ab dem zweiten Jahr kostet die Karte jähr­lich 50 Euro. Umständlicher ist es bei Empfängern, die nur einen CI+-Schacht haben: Sie lassen sich mit einem Steck­modul für private HD+-Sender nach­rüsten. Das Modul kostet 79 Euro, die HD+-Karte 50 Euro ab dem zweiten Jahr.

Sender beschränken Aufzeichnungen

Privatsender behindern oft Aufzeichnungen ihrer HD-Sendungen. Filme, die von Empfängern mit einge­bauter HD+-Karte aufgezeichnet wurden, erlauben kein Vorspulen und Über­springen der Werbung. Noch absurder reagieren Filme, die von Empfängern mit CI+-Modul aufgezeichnet wurden: Sie lassen oft nur zeit­versetztes Fernsehen zu. Öffent­lich-recht­liche Sender erlauben meist uneinge­schränkte HD-Aufnahmen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1369 Nutzer finden das hilfreich.