Mit günstigen Einstiegszinsen versucht die Santander Bank, Kunden für ihr Dispo Plus Konto anzulocken. Für einen Zinssatz von nur 7,9 Prozent (Effektivzins 8,19 Prozent) gibt es bei der Direktbank einen Verfügungsrahmen bis zu 20.000 Mark, den Kreditnehmer wie den Dispokredit der Hausbank flexibel zurückzahlen und immer wieder neu beanspruchen können. Eine Visa-Karte gibt es gratis dazu.

Das hört sich gut an. Doch das vermeintlich günstige Angebot steckt voller Tücken. So geht erst aus dem Kontoeröffnungsantrag hervor, dass der günstige Zins nur bis Ende Juli 2001 gültig ist. Danach muss der Kreditnehmer den Spitzenrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) plus 8,15 Prozent zahlen. Das macht ab August 2001 einen Effektivzins von 14,82 Prozent ­ sofern die EZB den Leitzins nicht ändert.

Wer nicht aufpasst, bekommt zusätzlich noch eine teure Versicherung verpasst, die im Todesfall, bei Arbeitsunfähigkeit oder unverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Restschuld aufkommt. Wer im Kreditantrag nicht ausdrücklich erklärt, dass er die Versicherung gar nicht will, zahlt monatlich auch noch eine Versicherungsprämie auf den Schuldenstand. Rechnet man die Prämie mit, kostet der Kredit bereits zu Beginn einen Effektivzins von 19,78 Prozent. Ab August sind es dann stolze 27,40 Prozent.

Die Santander Bank stellt ­ besonders dreist ­ noch einen besonderen Vorteil heraus: "Zinsen zahlen Sie nur für den in Anspruch genommenen Betrag."

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