Beratung in Sanitätshäusern

Kundenwunsch

Das fiel positiv auf

Das fiel negativ auf

Darauf sollten Sie achten

Kniebandage

Vielfältiges Produktangebot. Auf gesundheitliche Risiken der Kniebeschwerden und die Notwendigkeit eines Arztbesuchs mehrheitlich hingewiesen.

Drei Anbieter waren bereit, ein Produkt zu verkaufen, obwohl zunächst ein Arzt hätte aufgesucht werden sollen.

Kniebeschwerden können viele Ursachen haben, zum Beispiel Verletzungen, Entzündungen, Überlastungs- oder Abnutzungsschäden. Wenn sie nicht abgeklärt und behandelt werden, können Folgeschäden auftreten. Bandagen können allenfalls die Behandlung unterstützen.

Reise- /
Kompressions-
strümpfe

Vielfältiges Produktangebot. Zeitpunkt der Anwendung erläutert – vor der akuten Belastung, also vor Reiseantritt. Handhabung mit der Kundin geübt. Arztbesuch empfohlen.

Meist nicht nach Vorerkrankungen gefragt, Unterschied zwischen individuell angepassten Kompressionsstrümpfen – es gibt sie in vier Klassen, ihr Druck und Druckverlauf sind genormt – und den nur für Venengesunde geeigneten Reisestrümpfen häufig unzureichend erläutert.

Geschwollene Beine können zum Beispiel die Folge von Venenerkrankungen sein. Kompressionsstrümpfe vermindern die Schwellung. Die genaue Ursache sollte durch einen Arzt abgeklärt werden. Für die Auswahl der Strümpfe sollten beide Beine genau vermessen werden. Bei Venenerkrankung ärztliche Verordnung möglich, die Kasse zahlt.

Blutdruck-
messgerät

Vielfältiges Produktangebot. Mehrheitlich Handhabung demonstriert, Blutdruckpass mitgegeben.

Selten alle sinnvollen Vergleichsmessungen gemacht, oft von vornherein entweder Oberarm- oder Handgelenkgerät favorisiert, meist keine ausgewogene Erläuterung von Vor- und Nachteilen, wenig technische Informationen.

Vor Kaufentscheidung Blutdruck am rechten und linken Arm messen lassen, mit Oberarm- und Handgelenkgerät. Die Messwerte mit denen eines Arztgeräts vergleichen – bei Abweichungen über 10 mm Hg anderes Blutdruckmessgerät auswählen. Siehe auch Test Blutdruckmessgeräte.

Gehhilfe

Handhabung des Rollators meist ausführlich demonstriert und angeboten, ihn nachhause zu liefern, zusammenzubauen und einzustellen. Hinweis auf mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

Wohnumfeld und Nutzungswünsche kaum erfragt. Selten angesprochen, dass der Rollator bei Kostenübernahme durch die Krankenkasse meist Eigentum der Kasse oder des Sanitätshauses bleibt.

Ein Rollator sollte an Körpergröße und -haltung angepasst werden. Es gibt zuzahlungsfreie Kassenmodelle, in der Regel Standardmodelle mit wenig Zubehör. Wer einen Rollator mit besonderem Komfort oder einer bestimmten Farbe wünscht, muss zuzahlen. Siehe auch Test Rollatoren.

Badewannen-
hilfe

Meist über die Möglichkeit der Kostenübernahme durch die Krankenkasse informiert.

Kaum nach Nutzungswünschen gefragt, spezielle körperliche Einschränkung wenig beachtet, sodass zum Teil ungeeignete Produkte empfohlen wurden. Vor- und Nachteile verschiedener Produkte häufig ungenügend erläutert.

Körpergröße, Gewicht, Art der Bewegungseinschränkungen bestimmen die Auswahl der geeigneten Badewannenhilfe. Wichtig ist auch, ob geduscht oder gebadet wird und ob weitere Personen die Badewanne nutzen. Haltegriffe und andere Ergänzungen können nützlich sein.

Spezial-BH bei Brust-
amputation

Die meisten Sanitätsfachhändler boten an, nicht vorrätige Modelle unverbindlich zu bestellen.

Bedürfnisse und Nutzungswünsche kaum erfragt. Meist wenig diskrete Beratung – nur selten separate Beratungs- und Umkleideräume.

Die Krankenkassen übernehmen nach der Erstausstattung in der Regel die Kosten für zwei BHs im Jahr und alle drei Jahre für einen Spezialbadeanzug.

Inkontinenz-
hilfen

Meist Probepackungen vorrätiger Produkte mitgegeben.

Mehrheitlich nicht nachgefragt, in welchen Situationen Harnverlust auftritt und ob ein Arzt aufgesucht wurde. Oft nur auf Nachfrage über die Möglichkeit der Kostenübernahme durch die Kassen informiert. Meist wenig diskrete Beratung.

Inkontinenzprobleme sollten mit einem Arzt besprochen werden. Behandlungsmöglichkeiten sind Beckenbodentraining, Medikamente, operative Eingriffe. Die Kassen übernehmen die Kosten für Einlagen ab 100 Milliliter Harnverlust in vier Stunden, auch wenn Alltagsaktivitäten erheblich eingeschränkt sind. Siehe auch Test Inkontinenzeinlagen.