Samsung Galaxy TabPro 10.1 Schnelltest

Das Samsung-Tablet punktet mit einem starken Bild­schirm.

Das Samsung-Tablet punktet mit einem starken Bild­schirm.

Videos schauen, Fotos zeigen, Infos nach­schlagen – vor allem dazu dienen Tablets bisher. Wer etwas Berufliches zu erledigen hat, verlässt sich meist eher auf einen stationären Rechner oder ein Notebook. Doch Tablets versuchen zunehmend, Desktop-PCs und Notebooks auch bei Office-Anwendungen Konkurrenz zu machen. So auch das Samsung Galaxy TabPro 10.1. Der Schnell­test sagt, was das Gerät taugt.

Arbeiten statt spielen

Das Samsung Galaxy Tablet trägt das Wört­chen „Pro“ nicht zufäl­lig im Namen. Das Gerät mit dem Betriebs­system Android (Version 4.4.2) positioniert sich als Spitzenmodell auf dem Tablet-Markt und wendet sich vor allem an Nutzer, die unterwegs arbeiten wollen. Eine Büro-App ist vorinstalliert. Diese dient zwar zunächst nur zum Betrachten von Dokumenten. Der Tablet-Besitzer kann sich die Voll­version, mit der sich Texte, Tabellen und Präsentationen auch bearbeiten lassen, aber gratis aus dem Samsung App-Store holen. Trotz dieser Ausrichtung auf Office-Anwendungen ist das TabPro 10.1 beim Laden komplexer Word- oder Excel-Dateien deutlich lang­samer als das vergleich­bare Samsung Galaxy Note 10.1 (2014 Edition) oder das iPad Air.

Tipp: Der Produktfinder Tablets liefert Test­ergeb­nisse zu 35 Tablets und hilft bei der Suche nach dem passenden Gerät. Außerdem hat die Stiftung Warentest aktuell 13 Büro-Apps für Tablets getestet.

Extra-Tasten erleichtern den Alltag

Beim Arbeiten ist es praktisch, dass der Nutzer zwei Apps neben­einander anzeigen lassen kann – diese Option bieten bislang nur wenige Tablets. Ebenfalls hilf­reich und für Tablets eher ungewöhnlich ist die Ausstattung der virtuellen Tastatur: Dank Cursor- und Tabulatortasten fällt das Springen inner­halb von Dokumenten leicht. Die Steuerungs­taste vereinfacht manche Aufgaben. So kann der Nutzer wie auf dem PC zum Kopieren die Tasten­kombination Steuerung + C drücken oder Steuerung + V zum Einfügen.

Beein­druckend klares Display

Der große Bild­schirm mit einer Diagonale von 25,5 Zenti­metern zählt zu den besten Displays, die die Tablet-Prüfer bislang untersucht haben. Er hat eine enorm hohe Auflösung (2 560 x 1 600 Pixel) und punktet mit einer beein­druckenden Klarheit und Lesbarkeit. Farben stellt er ausgesprochen natürlich dar und verteilt sie sehr gleich­mäßig. Außerdem ist das Display besonders kratz­fest.

Schneller Rechner, heiße Kiste

Das TabPro 10.1 besitzt einen sehr schnellen Prozessor: Die LTE-Version hat vier Kerne und kommt auf 2,27 Gigahertz. Die WLan-Variante verfügt über zwei CPU-Einheiten mit je vier Kernen und 1,9 bzw. 1,3 Gigahertz. Unter anderem durch diese hohe Rechen­leistung wird das Gerät allerdings mitunter recht heiß: Bis zu 39,6 Grad maßen die Prüfer an der Unterseite. Der Arbeits­speicher hat eine Kapazität von 2 Gigabyte. Die Größe des internen Speichers beträgt 16 Gigabyte, kann aber mit Speicherkarten auf bis zu 80 Gigabyte erweitert werden.

Akku hält lange – und lädt lange

Trotz seiner Leistungs­stärke verfügt das TabPro 10.1 über einen Akku mit besonders guter Kondition: Im WLan-Betrieb hält das Gerät 11 Stunden und 15 Minuten durch, eine Stunde länger als das iPad Air. Allerdings braucht das Samsung-Tablet für eine voll­ständige Akku-Aufladung auch über eine Stunde länger als das iPad Air, das bereits nach 5 Stunden und 30 Minuten wieder komplett aufgeladen ist. Samt Akku kommt das TabPro 10.1 auf ein Gewicht von 480 Gramm und zählt damit – ebenso wie das iPad Air – zu den leichtesten Vertretern seiner Größenklasse.

Kamera mit integriertem LED-Blitz

Zum Fotografieren ist das TabPro 10.1 zwar recht klobig, die Qualität der Bilder kann sich aber sehen lassen. Unter allen Tablets aus den Prüfungen der Stiftung Warentest kann da nur das Samsung Galaxy Note 10.1 (2014 Edition) mithalten. Die 8-Megapixel-Kamera des TabPro 10.1 macht selbst bei schlechten Licht­verhält­nissen noch starke Aufnahmen. Das liegt auch am integrierten LED-Blitz, der bei Smartphones gängig ist, bei Tablets bislang aber noch unüblich. Die zweite einge­baute Kamera mit einer Auflösung von 2 Megapixeln dient vor allem der Video­telefonie.

Synchronisation klappt einwand­frei

Die Klangqualität der einge­bauten Laut­sprecher ist passabel. Ein HDMI-Kabel lässt sich nicht an das Gerät anschließen. HD-Fotos und -Videos können daher nur mit Speichermedien, WLan oder Bluetooth auf den TV-Bild­schirm über­tragen werden. Die Synchronisation mit dem PC über die Software „Samsung Kies“ klappt gut, per Cloud funk­tioniert sie sogar sehr gut. Dem TabPro 10.1 liegt – wie vielen Tablets – nur eine Kurz­anleitung bei, das voll­ständige Hand­buch ist jedoch online verfügbar.

Geld sparen durch indirekten Netz­zugang

Das TabPro 10.1 gibt es in zwei Varianten: Die WLan-Version für 500 Euro hat nur via WLan Zugriff auf Online-Inhalte. Die LTE-Version zum Preis von 600 Euro verfügt über einen SIM-Karten-Steck­platz und kann damit über das Mobil­funk­netz im Internet surfen. Wer die güns­tigere WLan-Variante kauft und trotzdem unterwegs im Internet surfen will, kann sein Smartphone als mobilen WLan-Hotspot einsetzen. Die Micro-SIM-Karte lässt sich bei der LTE-Variante nur mit einem spitzen Hilfs­mittel wie einer Pinzette einlegen.

Fazit: Alltags­taugliches Hoch­leistungs-Tablet mit Ausdauer

Das Samsung Galaxy TabPro 10.1 ist ein Hoch­leistungs-Tablet mit starkem Display, viel Rechenpower und ausdauerndem Akku. Praktisch für das Arbeiten unterwegs: Das Gerät kann zwei Apps auf einmal anzeigen. Auch die virtuelle Tastatur mit mehreren zusätzlichen Tasten ist hilf­reich beim Bearbeiten von Dokumenten.

Hinweis: Einen ausführ­lichen Testbe­richt zum Samsung Galaxy TabPro 10.1 und zwanzig weiteren Tablets können Sie in der Juni-Ausgabe von test lesen, die am 23. Mai 2014 erscheint.

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