Samsung Galaxy Fold 5G Das erste falt­bare Smartphone im Test

Samsung Galaxy Fold 5G - Das erste falt­bare Smartphone im Test
Nach 37 000 Mal Auf-und-zu-Klappen funk­tionierte unser Prüf­exemplar immer noch. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Nach Display-Defekten an Testgeräten hat Samsung sein 2100 Euro teures Flaggschiff-Smartphone Galaxy Fold 5G mit etwas Verzögerung nun doch in den Handel gebracht. Die Stiftung Warentest hat das inno­vative Handy umfassend geprüft. Unser Test klärt, was das erste falt­bare Smartphone der Welt im Vergleich zu iPhone Pro und Co kann. Besonders im Fokus: die Stabilität des aufklapp­baren Displays.

Inhalt

Samsung hat das Display verstärkt

Das Samsung Galaxy Fold 5G ist eine Inno­vation: Sein Display lässt sich aufklappen wie ein Buch – bis zur Größe eines Mini-Tablets. Doch der Klapp­belastung hielt das Display zunächst nicht stand: Nach Defekten verschob Samsung den Markt­start des neuen Spitzenmodells, das nicht nur teuer, sondern auch recht dick und schwer ist. 2100 Euro kostet das Galaxy Fold 5G und wiegt 277 Gramm (zum Vergleich: das Galaxy Note 10 kommt nur auf 169 Gramm). Die Samsung-Techniker haben das Display verstärkt. Unser Test klärt, was das geholfen hat – und wie sich das Luxus­handy sonst so schlägt.

Video: Das Galaxy Fold im Test

Samsungs Spitzen-Smartphone musste sich unter anderem einen Fall­test unterziehen.

Klappen klappt, Fallenlassen nur mit Schutz­hülle folgenlos

Im Prüf­labor klappte ein Roboter das Fold 37 000 Mal auf und zu. Über eine Nutzungs­dauer von fünf Jahre gerechnet, wären das rund 20 Klapp­vorgänge pro Tag. Das Display hielt stand. Weniger über­zeugte das Fold im Fall­test: Nach 100 Stürzen war die Rück­seite zersplittert. Da Samsung eine Schutz­hülle für das kost­bare Stück mitliefert, prüften wir diese auch mit. War das Handy einge­packt, entstand tatsäch­lich kein Schaden.

Samsung Galaxy Fold 5G - Das erste falt­bare Smartphone im Test
Entfaltet: Samsungs Smartphone Galaxy Fold 5G kann auch Tablet. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Störende Reflexionen, dunkles Display

Weder das kleine Außen- noch das große Innen­display über­zeugten rundum. Beim Innen­display irritierte unsere Prüfer die Falz. Sie führt zu störenden Licht­reflektionen. Die Displays sind außerdem nicht sehr hell. Das verringert die Lesbarkeit von Texten bei Sonnen­schein.

Mit dem Falttelefon lässt sich gut surfen und telefonieren

Über­zeugen kann das Samsung Galaxy Fold besonders beim Umgang mit Mails und beim Surfen im Internet. Hier helfen die tablethafte Größe des Diplays und der schnelle Prozessor. Telefonieren kann man mit dem Samsung Galaxy Fold übrigens auch – und das sogar ganz gut.

Anders als die 11er iPhones kann das Galaxy Fold schon 5G

Für die Zukunft ist das Fold gerüstet: Es beherrscht den neuen Mobil­funk­stan­dard 5G – und punktet damit gegen­über Apples neuen Spitzenmodellen iPhone 11 Pro Max, iPhone 11 Pro und iPhone 11, die kein 5G an Bord haben.

Tipp: Sie wollen weiterhin lieber zwei Geräte nutzen, ein Smartphone und ein Tablet? In unserem Tablets-Test können Sie unter 138 Geräten von bekannten Marken wie Samsung, Apple und Co das für Sie beste wählen.

Kamera über­zeugt

Das Fold macht gute Fotos und Videos, kommt allerdings nicht ganz an das Samsung Galaxy S10+ heran.

Tipp: In unserem Produktfinder Smartphones können Sie aus 294 Smartphones ihren ganz persönlichen Favoriten finden – indem Sie nach Kriterien wie Kamera, Display-Größe und Stabilität filtern.

Viel Speicher, aber kein Kopf­hörer­anschluss

Samsung Galaxy Fold 5G - Das erste falt­bare Smartphone im Test
Galaxy Fold. Ohne Kopf­hörer­anschluss, dafür mit kabellosen Galaxy-Buds-Kopf­hörern. © Samsung

Der Speicher des Galaxy Fold ist nicht erweiter­bar, mit 512 GB aber üppig. Gut gefallen hat uns, dass Samsung dem Handy seine Bluetooth-Kopf­hörer Galaxy Buds beilegt. Die braucht es allerdings auch, denn ein Kopf­hörer­anschluss fehlt.

Tipp: Wie gut die Buds im Vergleich mit weiteren True-Wireless-Kopf­hörern wie den AirPods von Apple und namhaften Marken wie Beats und Bose klingen, zeigt der große Kopfhörer-Test der Stiftung Warentest. In der Test­daten­bank können Sie 256 In-Ear-Kopf­hörer und Bügel­kopf­hörer nach Kriterien wie Ton, Bluetooth-Stabilität und Halt­barkeit filtern und ein für Sie pass­genaues Modell finden.

Fazit: Hingu­cker mit kleinen Schwächen

Das Samsung Galaxy Fold ist ein erster und weit­gehend gelungener Versuch, Smartphone und Tablet in einem Gerät zu verbinden. Das große Display des Fold verblüfft, der Falz irritiert allerdings mitunter. Fürs Fold verlangt Samsung 2100 Euro. Für so viel Geld gibt es alternativ das Smartphone Samsung Galaxy S10+ mit besserer Kamera und das aktuelle Spitzen-Tablet von Samsung mit größerem Display. Außerdem bleibt noch etwas Geld übrig – dafür trägt man dann aber auch zwei Geräte mit sich herum.

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10 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Berndman am 06.11.2019 um 11:14 Uhr
Das wäre auch toll

Ich stimme zu, dass diese Technik faszinierend ist. Doch ich finde, dass man sich auch einmal auf die Zeiten besinnen sollte, wo die Welt auch ohen Smartphone ihren Lauf genommen hat. Ich finde es ziemlich bedenklich, dass sich viele Menschen das Telefon nicht mehr wegdenken können. Da frage ich mich, was als nächstes kommt. Lässt man sich das Handy in Körper einbauen? Ich würde es schön finden, wenns ich mehr darauf besinnen würde, woher der Mensch kommt und ob all die Technik wirklich das Leben bereichert.

Profilbild Stiftung_Warentest am 06.11.2019 um 09:43 Uhr
Seitenhieb auf Apple

@Ursamajor13: Wie in unserem Testbericht in der Einführung zu lesen ist, wird hier das Galaxy Fold 5G von Samsung als Innovation im „Spitzenbereich“ im Vergleich zu anderen neuen Spitzenmodellen wie das iPhone Pro und Co betrachtet. (AC)

Ursamajor13 am 06.11.2019 um 07:04 Uhr
Seitenhieb auf Apple

Über 5G lässt sich trefflich streiten. Es fällt aber auf, dass gerade und ausschließlich Apple als "Seitenhieb" genutzt wird, während mal als Smartphone-Tablet Combo wieder ausgerechnet Samsung empfiehlt. Das ist tendenziös, sorry liebe Stiftung. iPhone 11 und iPad 2019 kommen auf 1200.- ca. je nach Speicehrausstattung. Damit ist man auf vielen Ebenen besser bedient!

KrBauer am 04.11.2019 um 10:29 Uhr
Tolles Gerät!

Wie die Technik sich immer weiter entwickelt, das ist echt beeindruckend. Ich kann mir vorstellen, dass es irgendwann einmal auch ein Smartphone geben wird, dass man zusammen rollen kann.

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.11.2019 um 09:59 Uhr
Seitenhieb auf Apple

@Moorhuhn: Die neuen iPhones 11 bieten keinen 5G-Standard an. Die Netze werden zukünftig umgestellt, Nutzer mit älteren Handy-Modellen sollten sich über die neuen Tarife und Möglichkeiten informieren: www.test.de/Mobilfunk-Startschuss-fuer-5G-5505176-0/ Deshalb ist der Hinweis wichtig. (DB)