Derzeit bewirbt die Hamburger Firma Historia eine polnische „Europ-Münze“ mit Papst-Konterfei. Kostenpunkt: 9 Euro.

Polen? Euro? Mit P? Richtig – in Polen ist der Euro noch gar kein Zahlungsmittel. „Europ“ steht für Euro-Probe. Das ist keine Münze, sondern nur ein numismatischer Gag mit einem höchst ungewissen Wiederverkaufswert. Jeder, der will, kann solche Gedenkprägungen billig herstellen und teuer anbieten.

Tipp:Seien Sie als Sammel-anfänger zurückhaltend. So sagt die Werbefloskel „limitierte Auflage“ nichts über Wertsteigerungen von Münzen. „Auch Millionenauflagen sind limitiert“, warnt Detlef Macco vom Verband der Deutschen Münzenhändler. Und die Anpreisung „echt Silber“ spricht nicht zwingend für einen Schatz. So hätte eine Euro-Münze aus Silber einen Materialwert von nicht einmal 2 Euro.

Haben Sie Ihre Leidenschaft für Münzen entdeckt, sollten Sie sich bei einem Händler kundig machen. Ist er Mitglied im Verband der Deutschen Münzenhändler, ist das ein ­Indiz für Seriosität. Historia ­übrigens dürfte dort nicht ­Mitglied werden.

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