Salz Meldung

Salz ist lebenswichtig. Nur wer beim Salzen allzu üppig hinlangt, bringt den Körper aus dem Gleichgewicht.

Salz kann man nicht anbauen. Es ist vor Jahrmillionen entstanden – überall dort, wo Meer ist oder wo vor Urzeiten einmal Meer war. Im Salzwasser der Urmeere entstand das Leben. Noch heute wird jede unserer Körperzellen von einer salzreichen, dem Meerwasser ähnlichen Flüssigkeit umspült.

Salz bindet Wasser

Kochsalz ist die Verbindung von Natrium und Chlor: Natriumchlorid. Ein Gramm kann etwa 100 Milliliter Wasser im Körper binden. Bei übermäßigem Salzverzehr kann im Organismus so viel Flüssigkeit zurückgehalten werden, dass Herz und Nieren belastet werden. Wobei der durchschnittliche Salzverzehr mit etwa acht Gramm pro Kopf und Tag noch im grünen Bereich liegt. Nur wer täglich Fertigsüppchen löffelt, bei Schinken und Matjes kräftig zulangt, abends salzige Chips knabbert, liegt deutlich darüber.

Vorsicht bei Bluthochdruck

Und ein beständiges Zuviel kann kritisch werden. Zumindest für Menschen, die an Bluthochdruck leiden oder dafür anfällig sind. Wobei eine rigide Enthaltsamkeit in puncto Salz selbst Hochdruckkranken nicht mehr empfohlen wird. Ganz abgesehen davon, dass nur etwa jeder zweite Hypertoniker überhaupt salzsensitiv ist. Die Blutdruckwerte dieser Menschen reagieren auf übermäßige Salzzufuhr – beziehungsweise auf Salzaskese.

Salzmangel

Wer Sport treibt oder körperlich hart arbeitet und dabei ordentlich schwitzt, kann schnell unter Salzmangel leiden. Denn mit dem Schweiß geht viel Salz verloren. Nach dem Sport kann man seinen Durst deshalb beruhigt mit natriumhaltigem Mineralwasser stillen. Natrium allein steigert nicht den Blutdruck. Erforderlich dafür ist auch das Chlorid.

Unter Salzmangel leiden häufig auch ältere Menschen. Sie verspüren kaum noch Durst, trinken zu wenig und trocknen regelrecht aus. Schon eine zusätzliche Prise Salz kann ihren Durst wieder anregen und den Flüssigkeitshaushalt ins Lot bringen.

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