Der französische Molkerei­konzern Lactalis ruft welt­weit seine Babymilch­nahrungs­produkte zurück. Grund sind Salmonellenfunde. Die Drogeriekette Ross­mann schließt sich der Aktion an. Verbraucher sollen Anfangs- und Folgemilchen sowie zwei Kinder­milchen der Eigenmarke „Babydream“ mit dem Hinweis „Hergestellt in der EU“ nicht verwenden und in die Ross­mann-Geschäfte zurück bringen.

Ross­mann geht auf Nummer Sicher

Zwar hat Lactalis laut Ross­mann seit Mitte 2016 keine Milch­nahrungen mehr für die Drogeriekette produziert, doch das Unternehmen will offensicht­lich sicher­gehen und ruft vorsorglich alle „Babydream“-Produkte zurück, die den Hinweis tragen „Hergestellt in der EU“. Er findet sich auf den Packungen meist an der Seite unter dem Aufdruck „ROSS­MANN Qualitäts­marke“. Verbraucher sollten die Milch­nahrungen nicht verwenden und sie in eine Filiale bringen. Dort werde der Kauf­preis ohne Vorlage des Bons erstattet. Produkte mit dem Hinweis „Hergestellt in Deutsch­land“ sind vom Rück­ruf ausgenommen und können nach Angaben von Ross­mann weiterhin verzehrt werden.

Zehn „Babydream“-Produkte betroffen

Im einzelnen werden zehn „Babydream“-Nahrungen mit dem Hinweis „Hergestellt in der EU“ und den folgenden EAN-Nummern zurück­gerufen (jeweils in der 500-Gramm-Packung):

  • 4305615319308 BABYDREAM ANFANGS­MILCH PRE
  • 4305615464749 BABYDREAM ANFANGS­MILCH PRE
  • 4305615319292 BABYDREAM ANFANGS­MILCH 1
  • 4305615464756 BABYDREAM ANFANGS­MILCH 1
  • 4305615319322 BABYDREAM FOLGEMILCH 2
  • 4305615464763 BABYDREAM FOLGEMILCH 2
  • 4305615319339 BABYDREAM FOLGEMILCH 3
  • 4305615464770 BABYDREAM FOLGEMILCH 3
  • 4305615319346 BABYDREAM KINDER­MILCH
  • 4305615464787 BABYDREAM KINDER­MILCH

Ross­mann betont, dass die „Babydream“-Milch­nahrungen seit Ende 2016 in Deutsch­land von einem anderen Hersteller produziert würden. Die letzten von Lactalis gelieferten Produkte seien Mitte 2017 verkauft worden.

Salmonellenfund in französischem Werk

Der französische Molkerei­konzern Lactalis beliefert Abnehmer in aller Welt. Die Salmonellen wurden laut Mitteilung von Ross­mann im Lactalis-Werk in Craon in der Region Pays de la Loire entdeckt. Spiegel Online berichtet, dass in Frank­reich mehr als 30 Babys auf Grund von Salmonellen erkrankt seien, ein Fall sei aus Spanien bekannt.

Risiko für Kinder sehr hoch

Salmonellen bergen vor allem für Kinder und Senioren ein hohes Risiko. Der Verzehr von verkeimten Lebens­mitteln kann Übel­keit, Erbrechen, Durch­fall, Fieber und Kopf­schmerzen auslösen. Die Symptome halten oft über mehrere Tage an und verursachen bei Kindern und Senioren teils ausgeprägte Austrock­nungs­erscheinungen.

Im Warentest keine krankmachenden Keime entdeckt

Die Stiftung Warentest hat 2016 Baby-Anfangsmilch getestet, darunter auch die „Babydream“-Anfangs­milch Pre. Krankmachende Keime fanden unsere Prüfer damals in keinem Produkt. Wohl aber einige Schad­stoffe.

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