Salmonellen im Sommerbuffet Meldung

Grillabende oder ein Picknick im Schatten - bei den warmen Temperaturen locken Ausflüge ins Grüne. Doch Vorsicht: Wenn die Sonne lacht, freuen sich auch die Bakterien und vermehren sich besonders schnell. Stiftung Warentest gibt Tipps, damit sommerliche Feste und Feiern nicht mit Bauchschmerzen und Erbrechen enden.

Salmonellen und Bakterien

Kochen und Braten tötet die meisten gefährlichen Bakterien ab. Bei Gefrier- und Kühlschranktempera­tu­ren können Salmonellen jedoch glänzend überleben. Erst wenn es wärmer wird, vermehren sie sich. Bei sommerlich heißen Temperaturen – etwa 35 Grad Celsius – verdoppelt sich die Anzahl der Salmonellen und anderer Bakterien etwa alle 20 Minuten: Aus 800 Salmonellen können an einem lauen Sommerabend über 3 Millionen werden. So kann ein Tiramisu eine ganze Party mit massiven Beschwerden flachlegen.

Rohe Eier, Tiramisu, Majonäse

Bewahren Sie Lebensmittel mit frischen Eiern immer im Kühlschrank auf, damit sich eventuelle Salmonellen gar nicht erst vermehren. Wenn Sie ein Picknick planen, denken Sie an zumindest an eine Kühltasche, in der sie die Speisen bis zum Verzehr aufbewahren können. Verwenden Sie rohe Eier für selbst ge­machte Speisen nur ganz frisch und lassen Sie diese nicht länger als zwei Stunden außerhalb des Kühlschranks. Sicher sind Mousse au Chocolat und Tiramisu aus dem Laden. Die Industrie verwendet nur pasteurisiertes, also erhitztes und damit salmonellenfreies Ei. Das gilt auch für Majonäse. Kartoffelsalat kann Stunden auf dem Buffet stehen – solange die Majo nicht selbst gemacht ist.

Fleisch und Bratwürste

Schweinefleisch und vor allem Geflügel können reichlich Salmonellen enthalten. Hähnchenschenkel oder -flügel und Buletten also immer gut durchbraten. Rohe Bratwürste und anderes Grillgut wie mariniertes Fleisch nicht länger als etwa eine Stunde am Grill liegen lassen und ebenfalls gut durchbraten.

Fisch

Scampis und andere Meeresfrüchte gut gekühlt aufs Buffet bringen, Reste wegwerfen. Immer nur so viel frisch nachlegen, wie gerade verzehrt wird. Lange haltbar ist dagegen alles mit viel Salz oder auch Säure, zum Beispiel Matjeshering und eingelegte Gurken. Ebenso unbedenklich sind sehr trockene Lebensmittel wie Bündner Fleisch oder Hartwurst.

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