Immer mehr unseriöse Anbieter versuchen, Kapital aus der Schwäche des Euro zu ziehen. Dabei wird die Angst vor einem Verlust der Ersparnisse durch die Euro-Einführung geschürt. Bundesweit seien bereits Zehntausende von Verbrauchern auf fragwürdige Anbieter hereingefallen und hätten langfristige Verträge abgeschlossen, erklärte die Verbraucherzentrale Berlin

Mit Werbesprüchen wie "Die Alternative zum Euro ­ Retten Sie Ihr Kapital!" oder "Investieren Sie in Schweizer Immobilien! 15 Prozent Nettorendite p. a., monatliche Auszahlung" würden Anleger in so genannte "sachwertorientierte Anlagegeschäfte" gelockt. Dabei handelt es sich nach Angaben der Verbraucherzentrale Berlin oft um "atypisch stille Beteiligungen" ­ eine gefährliche Anlageform. Abgesehen von den meist hohen Nebenkosten für diese langfristigen Beteiligungen sind Anleger hier nicht nur am Gewinn, sondern auch am Verlust des Unternehmens beteiligt. Zahlreiche Anbieter atypisch stiller Beteiligungen machten in der Vergangenheit Pleite.

Hoch im Kurs bei Euro-Abzockern stehen auch Geldanlagen in Auslandsimmobilien. Wer in Sachwerte investiere, brauche den Umtausch von Mark in Euro nicht zu fürchten, behaupten redegewandte Makler. Wer hier Geld überweist und sich nicht vor Ort genauestens über den Immobilienmarkt und das jeweilige Kaufrecht informiert, erlebt fast immer eine böse Überraschung. So existieren viele angebotene Objekte gar nicht oder sind stark überteuert.

Viele Verkäufer schüren die Euro-Angst auch per Telefon und machen Kunden eine Sachwertanlage in Anlagediamanten schmackhaft. Die Anlage in die "härteste Währung der Welt" ist dabei regelmäßig ein Flop, weil es in Deutschland keinen privaten Markt für den Verkauf von Diamanten gibt.

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