Das Landgericht Potsdam hat gegen den Sächsischen Wirtschaftsdienst SWD wegen möglichen Anlagebetrugs einen Arrestbefehl und einen Pfändungsbeschluss erlassen (Az. 1 O 597/03). Das Vermögen der SWD soll gepfändet werden, um den möglichen Anspruch eines Anlegers zu sichern.

Der Beschluss richtet sich gleichzeitig auch gegen die American Investment & Finance Corporation und gegen die AIF Bank & Trust Ltd. Die Unternehmen hatten Anlegern eine angebliche Anlage in US-Standardaktien angeboten, berichtet der Münchener Anwalt Oliver Busch von der Kanzlei Engelhard, Busch & Partner. Der Vertrieb erfolgte über den Sächsischen Wirtschaftsdienst Dr. Hering. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden gegen die Verantwortlichen wegen Betrugs. Der Verdacht: ein Schneeballsystem.

Im Mai 2002 hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dem SWD die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung entzogen, da die tatsächliche Anlage des Geldes nicht nachgewiesen wurde. Laut ­BaFin werden die Verluste der Anleger nicht durch die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen übernommen. Betroffene müssen also ihre Verluste selbst bei den Verantwortlichen einklagen.

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