Ärger haben die Käufer zweier Hedgefonds-Zertifikate der SEB Bank (Isin DE 000 SEB 1Z3 0 und 1Z48). Die Bank hat die Papiere Ende Oktober 2007 gekündigt, zahlt sie aber nicht aus. Die Besitzer können sie auch nicht verkaufen. Die SEB beruft sich auf eine „Marktstörung“.

Die Störung sieht die Bank darin, dass die Hedgefonds, auf die sich die Zertifikate beziehen, keine Anteilspreise mehr berechnen. Der Handel mit den Fondsanteilen wurde ausgesetzt, da Florian Homm, der Manager der Hedgefonds, unter ungeklärten Umständen verschwunden ist. Die SEB sagt, sie könne bis möglicherweise November 2008 keinen Preis für die Zertifikate ermitteln.

Das Vorgehen halten Anwälte für Willkür. Es liege keine Marktstörung vor, wenn ein einzelner Fondsmanager verschwinde. „Wenn die Bank nicht abrechnen kann, darf sie auch nicht kündigen“, sagt der Münchner Anlegeranwalt Peter Mattil. Sein Tipp: Besitzer der Zertifikate können die Bank in Prospekthaftung nehmen und die Rückabwicklung des Kaufs verlangen.

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